„Wenn zu viele beteiligt sind, dann ist das nicht gut“

Berater-Gerangel um Pizarro nervt Allofs

Chelsea will Claudio Pizarro verkaufen – aber Werder möchte den Stürmer angeblich nur ausleihen.

Bremen (flü) - Das Tauziehen um Claudio Pizarro – es hat eine neue Dimension angenommen. Nun hat sich noch ein weiterer Spielervermittler in die Verhandlungen eingeschaltet.

Während Werder bislang mit Chelsea und Pizarros Berater Carlos Delgado verhandelt hatte, wurde nun ein weiterer Spielervermittler dazwischengeschaltet: Michael Becker, Manager unter anderem von Michael Ballack, bestätigt dem „kicker“, dass Chelsea Pizarro verkaufen will und er das Mandat vom Londoner Ausnahmeclub erhalten habe, den 30-jährigen Stürmer in Deutschland zu veräußern.

Becker bestätigte ferner, dass es in der Bundesliga vier Clubs gegeben habe, die Interesse am Peruaner gezeigt hätten: Werder, der Hamburger SV, der VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg. Derzeit seien aber nur noch die Bremer im Rennen, da sich die restlichen Vereine bereits für andere Stürmer entschieden haben.

Da Werder Pizarro aber nicht kaufen, sondern nur ausleihen wolle, so Becker, habe er mit dem Fall momentan nichts mehr zu tun. Er würde nur wieder in Erscheinung treten, wenn die Bremer den Angreifer auch tatsächlich kaufen wollten.

In diesem Fall müsste sich Werder dann nicht mehr nur mit Delgado, sondern auch mit Becker an einen Tisch setzen. Ein Kompetenzgerangel der Berater ist damit programmiert. Eine Sache, die Werder-Sportchef Klaus Allofs nervt: „Aus Erfahrung weiß man, dass es nie gut ist, wenn zu viele beteiligt sind.“

Dass Manager Becker mit den Details in die Öffentlichkeit gegangen ist, stößt Allofs sauer auf. „Ich will das aber nicht weiter kommentieren“, meinte der Werder-Boss gestern. Dennoch wird Allofs wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und mit Becker verhandeln müssen, wenn das geplante Ausleihgeschäft nicht zu machen, Pizarro nur über einen Kauf zu bekommen ist. „Es ist nicht genau vorauszusagen, wie es weitergeht. Tatsache ist, dass wir immer noch nicht so recht weitergekommen sind“, räumte der Bremer Sportdirektor ein.

Bleibt die Frage: Stimmt es, dass Werder Pizarro nur ausleihen will und wenn ja, warum wollen sie den Stürmer nicht kaufen? Die Antwort blieb Allofs schuldig: „Zu Einzelheiten und Strategien geben wir keine Auskünfte mehr.“

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