Mailand-Schreck soll ein Kandidat sein

Berardi – einer für Werder?

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Ein sehr junger und sehr gefährlicher Außenstürmer: Domenico Berardi. ·

Bremen - Momentan sieht es ganz und gar nicht danach aus, als würde Werder in der Wintertransferperiode (bis 31. Januar) zuschlagen und neue Spieler verpflichten.

Die Geschäftsführer Thomas Eichin und Klaus Filbry waren zwar am Wochenende in Turin, um die Kooperation mit dem italienischen Rekordmeister Juventus voranzutreiben – Ergebnisse sind hier in den kommenden elf Tagen jedoch nicht zu erwarten. „Das ist eine perspektivische Geschichte. Und die ist sehr, sehr wichtig“, sagte Eichin. Fest steht, dass Rechtsverteidiger Marco Motta, der in den vergangenen Wochen immer wieder mit den Bremern in Verbindung gebracht wurde, definitiv kein Thema ist.

Eichin plant schon jetzt vordergründig für den Sommer und damit die nächste Saison. Dann soll die Zusammenarbeit mit „Juve“ endlich Früchte tragen. Wer als Kandidat infrage kommt, sagt Eichin nicht. Der 47-Jährige kommentiert keine Namen. Laut „Bild“ hat Werder aber bereits zwei Spieler für Leihgeschäfte konkret ins Auge gefasst: Stürmer Domenico Berardi (19) und Mittelfeldmann Luca Marrone (23). Die beiden italienischen Talente sind derzeit von Juventus an Ligakonkurrent US Sassuolo ausgeliehen – und dort sorgt besonders Berardi für Furore. Der Linksfuß, der beim Aufsteiger meistens als Rechtsaußen zum Einsatz kommt, hat elf von 21 Saisontoren geschossen und ist in Italiens Oberhaus (gemeinsam mit „Juves“ Carlos Tevez) der zweitbeste Torjäger nach Giuseppe Rossi vom AC Florenz (14). So richtig ins Rampenlicht katapultierte sich der Junioren-Nationalspieler, der zudem fünf Treffer vorbereitet hat, am 12. Januar im Heimspiel gegen den großen AC Mailand. Beim 4:3 erzielte Berardi alle vier Tore, seither schwärmt ganz Italien vom neuen Sturm-Juwel. „Er ist wirklich gut“, lobte etwa Milan-Superstar Mario Balotelli. Die Transferrechte liegen zu jeweils 50 Prozent bei Juventus und Sassuolo, Berardi hat schon jetzt einen Marktwert von zehn Millionen Euro (transfermarkt.de): Hat Werder überhaupt eine Chance auf so einen? Nicht völlig ausgeschlossen, sollte Sassuolo (momentan 18. der Serie A) wieder absteigen – und „Juve“ der Meinung sein, dass der 19-Jährige im Ausland weiter reifen und vor allem regelmäßig spielen soll.

Gleiches gilt für Marrone, der ebenfalls beiden Clubs gehört. Der 23-Jährige (Marktwert sieben Millionen Euro) spielt im defensiven Mittelfeld – eine Position, die bei Werder jedoch recht üppig besetzt ist.

Etwas weiter vorne könnte dagegen ein Vakuum entstehen, sollte Aaron Hunt den Verein verlassen. Um gewappnet zu sein, sondiert Eichin den Markt. Laut französischen Medien ist er dabei auf Ludovic Obraniak gestoßen. Der polnische Nationalspieler, der sich im offensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt, steht noch bis 2015 beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux unter Vertrag. Eichin dazu: „Kein Kommentar.“ · mr

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