Belohnung für Casteels, Quittung für Wolf – aber Skripnik lässt offen, wer in Freiburg spielt

Torwartwechsel auf Dauer?

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Erstes Pflichtspiel für Werder – aber bleibt Koen Casteels auch in Freiburg im Bremer Kasten?

Bielefeld - Viktor Skripnik hat sich in seiner noch jungen Amtszeit als Werder-Trainer den Ruf erworben, vor mutigen Entscheidungen nicht zurückzuschrecken. Folglich überrascht es nicht, dass er gestern in Bielefeld den Torwartwechsel vollzog. Doch die Begründung, weshalb Koen Casteels und nicht mehr Raphael Wolf zwischen den Pfosten stand, war nicht wirklich Skripnik-like. Der Ukrainer sprach nicht Klartext, sagte nicht, wie es ist. Skripnik nannte die Maßnahme eine „ganz normale Praxis“. Er habe sich so entschieden, weil der DFB-Pokal so einen Wechsel möglich mache, weil Casteels für seine „guten Trainingsleistungen“ belohnt werden sollte. Und weil zwischen den Torleuten ein „gesunder Konkurrenzkampf“ herrsche, der weiter angefacht werden solle.

Augenwischerei. Der Torwarttausch hatte nur einen Grund. Und der heißt Raphael Wolf. Der 26-Jährige hat in den vergangenen Wochen viel an Vertrauen eingebüßt. Ein Fehler gegen Augsburg, ein Patzer gegen Schalke, eine unglückliche Aktion auch gegen Wolfsburg – man muss es fast als logisch bezeichnen, dass nun Casteels, die Leihgabe aus Wolfsburg, ran durfte.

Allerdings brachte die Partie keinen Aufschluss, ob der Belgier die bessere Alternative ist. Casteels spielte vor dem 0:1 den krummen Ball auf Sebastian Prödl, zeigte sonst aber weder Stärken noch Schwäche. „Das war stabil“, urteilte Geschäftsführer Thomas Eichin über die Werder-Premiere des 22-Jährigen: „Er hat einen ruhigen und coolen Eindruck gemacht.“ Aber er hat sich nicht aufgedrängt. Weshalb die Frage, ob der Wechsel auch am Samstag im Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Freiburg Bestand haben wird, unbeantwortet blieb. Skripnik sagte das, was er sinngemäß auch vor der Pokalpartie gesagt hatte: „Am Samstag werden alle sehen, wer spielt.“

csa/mr

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