1:4 in Gladbach – Werder weiß sich offensiv nicht zu helfen / Dutts positive Zwischenbilanz

Das bekannte Bild des Jammers

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Werder-Trainer Robin Dutt

Bremen/M#Gladbach - Es war das bekannte Bild des Jammers, das sich am späten Samstagnachmittag im Borussia-Park bot. Spieler in grünen Trikots und einem „W“ über dem Herzen schleichen mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Deprimiert nach einer schlechten Leistung, frustriert über viel zu viele Gegentore. So war es den Spielern von Werder Bremen in der Vorsaison viel zu häufig ergangen. So erlebten sie es auch in Mönchengladbach. 1:4 (0:1) verloren – es war die erste richtig deutliche Bundesliga-Pleite unter Trainer Robin Dutt.

Nach zuvor zwei 1:0-Siegen und einer 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund tanzt das Ergebnis in Gladbach ordentlich aus der Reihe. Für Dutt war es allerdings keine Überraschung, sondern „ein einkalkulierter Rückschlag, der uns nicht umwirft“, so der 48-Jährige. Seine ZwischenBilanz nach vier Spieltagen: „Wir haben dort verloren, wo wir verlieren können, und gewonnen, wo wir gewinnen mussten. Sechs Punkte nach vier Spielen sind völlig okay.“

Ob die Fortschritte, die Werder in den ersten drei Partien vor allem in der Defensive angedeutet hatte, aber tatsächlich schon so groß sind wie angenommen, muss nach dem

Viererpack in Gladbach bezweifelt. Nur eine halbe Stunde standen die Bremer sicher, dann brachte die Gladbacher Führung durch Juan Arango (35.) alles durcheinander. Bremen, nun zur Offensive gezwungen, verlor nach und nach die Organisation und erinnerte schließlich sehr stark an die Mannschaft, die in der Vorsaison 66 Gegentore kassiert hatte. Der Brasilianer Raffael (53.), der Ex-Bremer Max Kruse (74.) und Patrick Herrmann (85.) erzielten die weiteren Treffer für die Borussia.

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Auch das Bremer Tor ging auf das Konto eines Gladbachers. Dem Norweger Havard Nordtveit unterlief ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 2:1 (69.). „Symptomatisch“ sei das Eigentor für das eigene Spiel gewesen, meinte Werder-Stürmer Nils Petersen. Denn die Bremer waren absolut planlos dem Rückstand hinterhergelaufen. Die Mannschaft habe „kein Mittel gefunden“, beschrieb Sportchef Thomas Eichin die erschreckend hilflosen Bremer Versuche, dem Gladbacher Tor gefährlich zu werden. Werder, von Robin Dutt wochenlang voll auf Defensive getrimmt, wusste sich offensiv überhaupt nicht mehr zu helfen. csa

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