Werder spielt besser als Piräus, kassiert aber spät das 1:1 / Schreck für Schindler

Beinahe-Sieg, der Mut macht

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Etwas überraschend in der Startformation, aber Lennart Thy (r., gegen Ivan Marcano) rechtfertigte seine Aufstellung.

Meppen - Von Cord Krüger · Das war richtig ärgerlich: 90 Minuten lang spielte Werder gestern Abend in Meppen druckvoller und engagierter als der griechische Rekordmeister Olympiakos Piräus. Das 1:0 hätte sich das Team von Trainer Thomas Schaaf redlich verdient gehabt.

Doch in der Nachspielzeit drückte Francois Modesto einen Abpraller vom Pfosten aus dem Gewühl über die Linie – und so endete der Test vor 4 840 Zuschauern 1:1 (0:0).

„Natürlich hätten wir hier gern einen Sieg davon getragen“, wurmte Schaaf das späte Gegentor, nachdem Markus Rosenberg die Führung erledigt hatte (58.). Wichtiger war Schaaf aber, dass es Kevin Schindler wieder besser ging: Vier Minuten vor Schluss war der zur Pause eingewechselte Neu-Defensivmann zusammengesackt und musste lange behandelt werden. „Er hat auf einmal keine Luft mehr bekommen, aber jetzt geht es ihm schon wieder gut“, berichtete der Werder-Coach.

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Testspiel Werder gegen Piräus

Mit Blick auf das Spiel freute sich Schaaf, „dass wir wesentlich besser als in den vergangenen Wochen gespielt haben“. Das galt schon für die ersten 20 Minuten, die komplett den Bremern gehörten – der Ball lief flüssig, das Kombinationsspiel wirkte sicher. Auffälligster Werderaner: Marko Marin, der im Mittelfeld wirbelte und sich trotz der körperlichen Überlegenheit der Innenverteidiger Jose Holebas und Ivan Marcano mehrfach durchtankte. Marin gab auch den ersten Warnschuss aufs Tor ab, zielte aber ein Stück zu weit links (3.). Seine nächste große Gelegenheit vergab er zwar deutlicher (14.), aber die Vorarbeit war umso schöner gewesen: Eine feine, schnelle Kurzpass-Kombination mit den beiden Stürmern Lennart Thy und Markus Rosenberg brachte den Offensivkräften Szenenapplaus ein.

Die Abwehr hingegen wirkte zunächst unsicher – obwohl Piräus seinen gefährlichsten Stürmer Marko Pantelic zu Hause gelassen hatte. Andreas Wolf fing sich nach zwei frühen Fehlpässen aber wieder, und einige heikle Aktionen auf Lukas Schmitz' linker Seite sahen ihm die Fans nach, weil er in der Offensive diesmal gute Szenen hatte. „Ja, es gab noch Unsicherheiten“, räumte der Ex-Schalker vier Tage vor dem Pokal-Auftakt in Heidenheim ein, „wir müssen uns besser abstimmen, wenn wir auf unserer Seite in Unterzahl sind.“

Die rechte Seite agierte gestern Abend souveräner: Clemens Fritz, der erneut die Kapitänsbinde trug, ließ wenig zu. Neuzugang Sokratis Papastathopoulos entschied das Gros der Zweikämpfe für sich und dirigierte klug.

Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel zunächst dahin – bis Werder zuschlug. Lennart Thy setzte sich links durch, zog ab, der von Keeper Franco Constanz parierte Ball landete direkt vor Rosenberg – und der staubte ab (58.).

Olympiakos, angesichts des späteren Saisonstarts noch längst nicht so weit in der Vorbereitung, wechselte später reichlich frische Kräfte ein. Das wirkte: In der Schlussphase zwang Javito Tim Wiese zu seiner einzigen Parade des Abends (86.). Beim nächsten Versuch der Griechen war er dann aber machtlos.

Werder: Wiese - Fritz (46. Schindler/86. Schoppenhauer), Papastathopoulos, Wolf, Schmitz - Borowski (69. Trinks), Bargfrede (86. A. Stevanovic), Marin, Hunt - Rosenberg (80. Wagner), Thy (63. Arnautovic).

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