Beim Turniersieg in Salzburg machen gleich mehrere Spieler auf sich aufmerksam

Phantasie ohne Euphorie

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Die Freude war bei den Werder-Profis natürlich groß. Mit 3:2 nach einem K.o.-Elfmeterschießen gegen den FC Valencia gewann der Fußball-Bundesligist das Turnier in Leipzig und Trainer Viktor Skripnik viele positive Eindrücke.

Zell Am Ziller - Als Zlatko Junuzovic scherzhaft gefragt wurde, wer denn den Audi-Quattro-Cup mit ins Bett genommen hatte, da seufzte der Werder-Profi auf: „Keiner, wir waren alle fix und fertig. Wir müssen das auch richtig einordnen. Von diesen Siegen können wir uns nichts kaufen.“ Euphorie ist verboten, dabei steckt in dieser Mannschaft nicht zuletzt dank des erste Auftritts in Österreich so viel Phantasie.

Gleich mehrere Spieler nutzten am Samstag in der RedBull-Arena die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Bei Anthony Ujah war es nicht die ganz große Überraschung – schon gar nicht für Thomas Eichin: „Mir war klar, dass er nicht lange braucht, um sich einzufinden. Er ist ein guter Typ, der ackert und eben auch trifft.“ Die 4,7 Millionen Euro Ablöse, die an den 1. FC Köln flossen, scheinen gut angelegt. Ujah traf beim 4:0 gegen den FC RB Salzburg einmal selbst – und das per traumhaftem Hackentor, außerdem bereitete der 24-jährige Nigerianer zwei Treffer vor. Einen für Sturmpartner Franco Di Santo. „Die passen gut zusammen“, urteilte Eichin.

Auch Neuzugang Nummer zwei, Ulisses Garcia, bekam ein Lob von Eichin: „Er hat mir gut gefallen, das war sehr dynamisch.“ Der erst 19-Jährige, der das 3:0 markiert hatte, könnte eine Alternative in der Problemzone hinten links werden.

Zumindest weckt er Phantasie. Genauso wie am Samstag auf der anderen Seite der ebenfalls erst 19-jährige Luca-Milan Zander, der endlich gesund ist und zumindest schon mal Marnon Busch als Nummer zwei hinter Theodor Gebre Selassie ausgestochen hat. Auch Maxi Eggestein machte Spaß. Dem 18-Jährigen gelang als Spielmacher wahrlich nicht alles, aber er agierte mutig, spielte einige feine Pässe.

Die Mannschaft im Finale hatte es etwas schwerer. Das lag am starken Gegner Valencia, am Gewitter mit Starkregen und an der Ampelkarte für Felix Kroos zur Hälfte der Partie. Levin Öztunali, auch erst 19 Jahre alt, deutete trotzdem seine Klasse an. Und im Abwehrzentrum machten Oliver Hüsing (22) und Mateo Pavlovic (25) ihre Sache sehr ordentlich. Als Lohn fürs Team gab es nach dem 0:0 einen 3:2-Erfolg im Elfmeterschießen, Felix Wiedwald hatte einmal pariert.

Viktor Skripnik war damit sehr zufrieden. „Wenn die Ergebnisse stimmen, macht das die harte Arbeit leichter“, meinte der Coach, betonte aber zugleich: „Wir haben keine Euphorie.“ Aber Phantasie…

kni

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