Beim Österreicher kehrt die Kraft zurück

Junuzovic: „Es radelt sich ein“

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Zlatko Junuzovic wähnt sich auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke.

Bremen - Wenn der Ball ruht und Zlatko Junuzovic in der Nähe ist, herrscht beim Gegner höchste Alarmstufe – so war es in der vergangenen Saison, als der Bremer Mittelfeldmann überragende 15 Assists lieferte. In der aktuellen Spielzeit jedoch verbreitet Werders Österreicher mit seinen Ecken und Freistößen nicht gerade Angst und Schrecken.

Erst eine Torvorlage (per Eckball zum 2:1-Siegtreffer von Jannik Vestergaard gegen Gladbach) steht in der Statistik des 28-Jährigen. Seine Erklärung dafür: „Wir haben nicht mehr so viele Standards in der gefährlichen Zone. Und die Gegner passen besser auf.“

Außerdem vermisst er bei den Adressaten seiner Hereingaben die Wucht und das Timing: „Bei Standards kann ein halber Schritt entscheidend sein. Da zählt vor allem die Entschlossenheit, diese Gier müssen wir wieder haben. Das müssen wir trainieren.“ Junuzovic weiß allerdings, dass er selbst ebenso in der Pflicht steht: „Es kommt auch auf mich an, die Bälle gut reinzubringen.“ Genau das war zuletzt häufig nicht der Fall.

Die Ausführung der Standardsituationen passt bestens zu Junuzovics Gesamtauftritten in den vergangenen Wochen. Der österreichische Nationalspieler schwächelte – im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem er gerade zu seiner Form gefunden und in Hoffenheim (3:1) mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack geglänzt hatte, wurde er krank. Wegen einer Virusinfektion „war ich zwei Wochen weg, die ganze Kraft futsch“, erklärt Junuzovic und nennt ein Beispiel: „Gegen Leverkusen bin ich alleine aufs Tor zugelaufen und habe gemerkt, dass ich keine Power mehr hatte, bis zum Abschluss zu kommen.“

Mittlerweile sieht es deutlich besser aus, urteilt Junuzovic: „Es radelt sich ein. Die Spiele helfen mir, in den Rhythmus zu kommen. Bei 100 Prozent bin ich noch nicht ganz, habe aber schon wieder mehr Kraft, Mut und Selbstvertrauen.“

mr

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