Hoeneß: „Ich erwarte, dass sich die Mannschaft rehabilitiert“ / Rummenigge: „Laufen, kämpfen, kratzen, beißen“

Bayern in der Krise? Die Bosse erhöhen den Druck

München - Von Jan Janssen · Zwei Niederlagen in Folge, Absturz auf Rang drei, das böse Wort von der Krise macht die Runde – die Bayern sind kurz vor dem Ende der Hinrunde aus der Erfolgsspur geraten. Eine Situation, die vielen Bayern-Fans Sorgen bereitet. Und die vor der Begegnung mit Werder Bremen natürlich auch die Bosse nicht kalt lässt.

Bei einem offiziellen Termin warnte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge gestern: „Wenn Bayern München zweimal hintereinander verliert, ist das immer bedenklich. Es ist wichtig, jetzt sofort eine Reaktion zu zeigen!“

Der Bayern-Boss nimmt seine Spieler in die Pflicht! „Die Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am Sonntag schlecht gespielt hat. Mainz hat mehr gearbeitet, aggressiver gespielt und zielstrebiger. Wir haben zu wenig getan, denn individuell sind wir – ohne arrogant zu sein – wesentlich besser besetzt. Da muss man sich hinterfragen, warum das so war und das dann ändern!“

Und auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß erhöht vor dem Nord-Süd-Schlager den Druck. „Es wird am Samstag ein schweres Spiel, aber ich erwarte von unserer Mannschaft, dass sie sich für dieses Spiel in Mainz rehabilitiert. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, sagte Hoeneß bei sky Sport News.

Im Rahmen der Ursachenforschung für die Mini-Krise hat Hoeneß in den letzten Spielen einen „kleinen Trend“ ausgemacht. „Jeder einen Schritt weniger, jeder ein bisschen langsamer, jeder einen Querpass mehr, anstatt in die Tiefe zu spielen, wo es weh tut“, sagte der 59-Jährige.

Rummenigge war vor allem die offenbar mangelnde Einsatzbereitschaft der Spieler gegen Mainz aufgefallen. Das soll gegen Bremen wieder anders werden. Mehr Kampf muss her! „Wenn Spiele nicht so einfach sind, dann muss man auch mal rustikal dagegenhalten und über Kampf und Wille solche Spiele entscheiden. Das haben wir ganz speziell in Mainz vermissen lassen“, kritisiert Rummenigge. Die Erklärung, dass ja Bastian Schweinsteiger fehle, lässt der Vorstandsvorsitzende nicht gelten. „Natürlich trifft uns der Ausfall von Bastian. Aber deswegen kann man doch trotzdem laufen, kämpfen, beißen kratzen und was sonst alles dazu gehört im Fußball, um am Ende zu gewinnen. Ich würde den Spielern dringend empfehlen, das am Samstag wieder einzuführen“, so Rummenigge.

Anzeichen für eine generelle Wachablösung durch Borussia Dortmund sieht Rummenigge jedoch nicht. „Wir können nach wie vor deutscher Meister werden. Das ist eine andere Situation als vor einem Jahr, wo wir immer hinterhergehechelt sind. Damals waren es zehn Punkte, jetzt ist es ein Punkt. Diese Diskussion hat die Mannschaft selber zu verantworten, weil sie schlicht und ergreifend nicht gut gespielt hat“, so Rummenigge.

Die Bayern-Bosse erhöhen den Druck. Ein zweites Mal wollen sich die Bayern den Titel nicht wegschnappen lassen. Rummenigge: „Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft Meister werden will und auch werden kann.“ Gegen Bremen muss sie das beweisen.

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