0:2 – Werder spät ausgeknockt

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Werder Bremen - FC Bayern München

Bremen - von Malte Rehnert. 80 Minuten lang durfte Werder Bremen gestern von der Überraschung gegen die Übermannschaft der Bundesliga träumen – aber dann schlug Tabellenführer Bayern München doch noch eiskalt zu, schoss durch Luiz Gustavo (81.) und den eingewechselten Mario Mandzukic (83.) zwei Tore und gewann verdient 2:0 (0:0).

Werder bleibt mit sieben Punkten im Tabellen-Mittelfeld. „Wir haben alles versucht, um das Unmögliche möglich zu machen und waren auch nah dran. Jetzt bin ich einfach mega-enttäuscht“, seufzte Innenverteidiger Sebastian Prödl.

Werder-Coach Thomas Schaaf hatte im Vergleich zum Freiburg-Spiel zwei Mal gewechselt. Stürmer Joseph Akpala und Außenverteidiger Lukas Schmitz rückten auf die Ersatzbank, Nils Petersen und Theodor Gebre Selassie dafür wieder in die Startelf. Bei den Bayern durfte – wie erwartet– der vor der Partie offiziell und mit viel Applaus verabschiedete Ex-Bremer Claudio Pizarro an alter Wirkungsstätte ran.

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Werder Bremen - FC Bayern München

Der Rückkehrer hatte auch gleich die erste Chance, doch sein Kopfball flog weit übers Tor (6.). Diese Gelegenheit war für lange Zeit die einzige des Favoriten aus dem Süden. Werder hatte seine Ordnung schnell gefunden, spielte diszipliniert, konzentriert und aggressiv, machte die Räume eng und bot der gefährlichen bayrischen Offensive um Pizarro, Thomas Müller und Franck Ribery wenig Räume. Vorne blieben die Hausherren jedoch ebenfalls weitgehend harmlos. Ein Kopfball vom Ex-Münchner Nils Petersen aufs Tornetz (27.) – das war’s auch schon mit der Werder-Gefahr. Dass die Bremer den deutschen Rekordmeister unter Dauerdruck setzen würden, war allerdings auch nicht zu erwarten gewesen. Sie machten es gut, zogen sich bei Ballverlusten schnell zurück und halfen einander.

Wenig verwunderlich, dass die zweite Bayern-Chance aus einer Ecke resultierte. Pizarro köpfte jedoch vorbei (43.). Mehr ließen die Bremer nicht zu – und wurden folgerichtig mit warmem Applaus der 42 100 Zuschauer im ausverlauften Weserstadion in die Kabine verabschiedet. Bayern-Kapitän Philipp Lahm war dagegen enttäuscht vom Auftritt seines Teams in den ersten 45 Minuten: „Wir haben uns sehr schwer getan, es war alles ein bisschen zu langsam.“ Auch Trainer Jupp Heynckes vermisste den „Esprit“ und fand in der Halbzeit „deutliche Worte“.

Und die fruchteten: Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste Tempo auf und wären beinahe gleich in Führung gegangen: Ribery traf jedoch nur den Pfosten. Auch Werder war nun – zumindest vorübergehend – gefährlicher. Kevin De Bruyne (55.), Petersen (56./67.) und Marko Arnautovic (70.) brachten den Ball jedoch nicht im Kasten von Nationalkeeper Manuel Neuer unter. „Bei unseren wenigen Kontern waren wir nicht zwingend genug“, monierte Zlatko Junuzovic.

Und hinten bröckelte das Bollwerk mehr und mehr, weil die Bayern deutlich dynamischer wurden – vor allem der für Toni Kroos eingewechselte Xherdan Shaqiri machte im zentralen Mittelfeld mächtig Alarm und stellte Werder vor große Probleme. „Wenn Bayern wechselt, gibt es eben keinen Qualitätsverlust“, meinte Fritz.

Neun Minuten vor Schluss gelang Luiz Gustavo dann das 1:0 – mit einem Schlenzer aus 16 Metern in die linke Ecke (81.). „Eine super Aktion“, schwärmte sogar Junuzovic. Nur drei Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Nach einer Bremer Ecke konterten die Münchner mustergültig über Ribery und Shaqiri – und Mandzukic besorgte mit rechts das 2:0 (84.).

Bei Werder war die Luft raus und der Frust groß. „Mit dem Engagement können wir heute zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich nich. Wir hätten doch etwas mutiger sein sollen, hatten zu wenig Entlastung“, urteilte Fritz.

Dass es trotz einer lange recht sauberen Leistung gegen die Blitzblank-Bayern (sechs Siege in sechs Bundesliga-Spielen/19:2 Tore) am Ende eine Niederlage gab, überraschte Werder-Sportchef Klaus Allofs allerdings nicht: „Das ist nach diesem Spielverlauf doch fast schon ein normales Resultat. Die Bayern sind nicht unsere Gewichtsklasse, das muss man so deutlich sagen.“

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