Bayer-Sportchef sucht die Schuld nicht bei den Schiedsrichtern / Skripnik: „Wir haben auch Glück gehabt“

Schlechte Karten für Leverkusen, aber Völler zügelt sich

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Rumms! Santiago Garcia streckt Karim Bellarabi nieder und sieht dafür Gelb.

Leverkusen - Als Rudi Völler nach dem Spiel vor die Fernseh-Kamera von Sky trat, da wusste er genau, was von ihm als brodelnder Fußball-Vulkan erwartet wird. Doch der Bayer-Sportchef brach diesmal trotz diverser kniffliger Schiedsrichter-Entscheidungen und der bitteren 1:3-Pokalpleite gegen Werder nicht aus. „Ich rege mich ja sonst gerne mal auf“, gestand der Ex-Profi: „Die eine oder andere Entscheidung war heute auch nicht zu unseren Gunsten, aber daran lag es nicht.“ Woran dann? „Wir waren nach dem 1:0 zu überheblich, die Bremer haben das geschickt gemacht“, antwortete Völler.

Auf diese Sichtweise hatten sich quasi alle Leverkusener verständigt. Allerdings gab es hier und da schon Kritik an den Regel-auslegungen von Schiedsrichter Wolfgang Stark. So hätten die Leverkusener auch gerne eine Rote Karte nach dem Elfmeter-Foul von Alejandro Galvez an Stefan Kießling gesehen (22.). „Das war doch wie bei Wendell“, meinte Kevin Kampl – und irrte ein bisschen. Denn Kießling hatte sich vor dem Foul von Galvez eher vom Tor weg bewegt, deshalb gab es nur Gelb. Fin Bartels war dagegen direkt aufs Gehäuse zugesteuert, als ihn Wendell erwischte (41.). „So darfst du da nicht hingehen“, ärgerte sich Völler.

Das galt auch für Bremens Santiago Garcia, der erst Karim Bellarabi im Frontal-Zweikampf niedergestreckt hatte, um sich dann Roberto Hilbert verbal und mit leichtem Schultereinsatz zu widmen. Da hätte nach Gelb gleich Gelb-Rot folgen können.

„Wir haben heute auch etwas Glück gehabt“, gestand Werder-Coach Viktor Skripnik. Er dachte dabei zum Beispiel auch an das Tor zum 3:1 von Florian Grillitsch. Der Österreicher hatte beim Pizarro-Schuss, der von Jonathan Tah auf der Linie geklärt worden war, im Abseits gestanden. Das Problem für die Schiedsrichter: Der weit aus seinem Tor gerutschte Bayer-Schlussmann Bernd Leno hatte für die besondere Abseitsposition gesorgt. Und ausgerechnet er zeigte Mitgefühl für die Unparteiischen: „Das ist ja auch schwierig zu entscheiden.“

kni/csa

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