Beiersdorfer sagt ab, Todt wiegelt ab

Baumanns Chancen steigen

Frank Baumann

Bremen - Fußball-Manager, die sich in diesen Tagen in Bremen blicken lassen, geraten sofort unter den Allofs-Nachfolge-Verdacht: so wie Jens Todt.

Der ehemalige Werder-Profi und aktuelle Sportvorstand des Zweitligisten VfL Bochum wurde am Freitagabend beim Regionalliga-Spiel zwischen Werder II und dem VfB Oldenburg auf Platz 11 gesichtet. Doch der 42-Jährige wiegelte gleich ab: „Ich habe mir Werder II angeguckt. Ich bin glücklich in Bochum. Es gibt keinen Kontakt zu Werder.“

Bei Dietmar Beiersdorfer ist das anders. „Er war auf unserer Shortlist“, bestätigte gestern Aufsichtsratschef Willi Lemke bei „Sky 90“: „Mehrere Werderaner haben mit ihm telefoniert. Leider hat er mir am Samstagabend um 23.10 Uhr mitgeteilt, dass er nicht zur Verfügung steht.“ Beiersdorfer will seinen erst im Sommer angetretenen Job beim russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg nicht schon wieder aufgeben.

Der Ex-Werder-Spieler und ehemalige Manager des Hamburger SV wäre die große, die Ein-Mann-Lösung gewesen. Eine teure zudem, nicht nur wegen der zu erwartenden Ablöse. Die Enttäuschung bei Lemke hielt sich deshalb in Grenzen. Der 66-Jährige, der gestern Mittag als Chef des Aufsichtsrates offiziell bestätigt wurde, favorisiert weiter eine Zweier-Lösung. Und er bestätigte erstmals, dass Frank Baumann ein Kandidat ist: „Er steht auf unserer Shortlist.“ Ob sich darauf auch der Name Marco Bode befindet, dieses Thema umschiffte Lemke: „Marco wird eine gewichtige Rolle in unserer Zukunft spielen.“ Möglicherweise aber nur als Aufsichtsrat. Es ist fraglich, ob Bode überhaupt Lust auf das operative Geschäft hat.

Die Liste soll drei, vier Namen umfassen – darunter befindet sich mindestens ein Mr. Nobody, der noch nicht im Fußball-Geschäft gearbeitet hat. Quasi ein Jürgen Born reloaded. Der Banker hatte 1999 als 61-jähriger Unruheständler den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernommen.

Eine klare Ansage machte Lemke noch zum Thema Thomas Schaaf und einem möglichen Abwerbeversuch des VfL Wolfsburg in dieser Saison: „Das würden wir nicht zulassen.“ · kni/mr

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