Petsos, Diagne und Yatabare müssen von der Gehaltsliste

Frank Baumann unter Verkaufsdruck

Thanos Petsos J Foto: nph
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Thanos Petsos soll von der Gehaltsliste des SV Werder verschwinden.

Bremen - Werder-Sportchef Frank Baumann hat bestätigt, dass es bei den in die U 23 verbannten Spieler nur darum geht, möglichst schnell neue Clubs für sie zu finden. „Indirekt“ sei das so, meinte Baumann. Und direkt auch.

Denn eine Perspektive bei Werder haben weder Thanos Petsos, Fallou Diagne und Sambou Yatabare (alle Vertrag bis 2019) noch Janek Sternberg (Vertrag läuft im Sommer aus). Baumann: „Bei den Spielern sehen wir keine realistische Chance auf Einsätze im Bundesliga-Team. Wir haben unseren Kreis an Spielern gefunden.“ 

Die vier Genannten sind außen vor, sie im U 23-Team dauerhaft mit durchzuziehen, macht allerdings auch keinen Sinn. So würde nur den Bremer Talenten der Weg versperrt. Also: Verkaufen oder ausleihen sind die einzigen Lösungen.

Bisher tut sich aber nichts. Es gäbe zwar „einzelne Anfragen“, aber Konkretes hat sich noch nicht getan. Baumann setzt voll auf den Endspurt in der gerade erst begonnenen Transferperiode: „Mitte bis Ende Januar wird der Markt nochmal Fahrt aufnehmen.“

Ob Werder dann tatsächlich alle nicht mehr benötigten Spieler los wird? Für Thanos Petsos könnte der Zweitliga-Zweite Hannover 96 zu einer Option werden. Dort wird ein spielstarker Sechser gesucht – vielleicht ist das eine Chance für den griechischen Nationalspieler.

Petsos will bleiben

Natürlich immer vorausgesetzt, dass Petsos überhaupt wechselwillig ist. Zuletzt hatte er gesagt, dass er unbedingt bleiben wolle – auch aus privaten Gründen. Der griechische Nationalspieler ist gerade erst Vater geworden, möchte mit seiner kleinen Familie nicht umziehen müssen. Was mit 96 als Arbeitgeber auch nicht zwingend nötig wäre.

Frank Baumann hätte mit einer totalen Verweigerungshaltung der auf der Dringend-abzugeben-Liste stehenden Profis ein Problem. Er steht unter Verkaufsdruck, muss den Gehaltsetat entlasten. Dennoch sagt er: „Wenn jemand bleiben will, ist das legitim. Schließlich haben wir genauso wie der Spieler den Vertrag unterschrieben. Wir können jetzt nichts anderes machen, als ihnen offen und ehrlich ihre Situation zu erklären.“ Unausgesprochener Nachsatz: Die richtigen Schlüsse muss dann jeder selber ziehen.

csa

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