Nach Wechsel zum „Club“

Bauers Vorwurf an Kohfeldt: „Ich habe keine faire Chance bekommen“

Robert Bauer (re.) fühlt sich von Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt ungerecht behandelt.
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Robert Bauer (re.) fühlt sich von Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt ungerecht behandelt.

Nürnberg - Robert Bauer hadert noch immer mit seiner Reservistenrolle beim SV Werder. Der 23-Jährige – zur neuen Saison von den Bremern mit Kaufoption an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen – erklärt in der „Bild“, unter Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt „keine faire Chance“ bekommen zu haben – widerspricht sich mitunter aber selbst.

Anders als Vorgänger Alexander Nouri hat der neue Coach in der vergangenen Spielzeit nicht auf den Rechtsverteidiger gesetzt. Warum? „Das müssen Sie Kohfeldt fragen“, sagt Bauer, der nach dem Trainerwechsel „komplett raus“ gewesen sei. „Ich kann mir das bis heute schwer erklären, weil die Radikalität des Ganzen – vom Stammspieler zum dauerhaften Bankdrücker ohne Einsatzchance – für mich ein Rätsel war und mich in den Folgemonaten stark beschäftigt hat.“

Bauers Vorwurf an den Werder-Coach: „Für mich ist das Vertrauen des Trainers extrem wichtig. Ich will keinen Stammplatz geschenkt bekommen. Aber ich muss spüren, dass ich eine faire Chance bekomme und ich habe keine faire Chance bekommen.“ Darüber hinaus sei die Kommunikation nicht ausreichend gewesen: „Ich habe leider nie so wirklich Feedback bekommen.“

Kein Vorbeikommen an Gebre Selassie

Genau genommen ein widersprüchlicher Vorwurf, denn mindestens ein längeres Gespräch mit dem Coach habe es im Trainingslager in Spanien nach eigener Aussage dann doch gegeben. „Da war eigentlich alles positiv. Ich wusste ja, was er von mir erwartet und ich habe versucht, das auf dem Platz umzusetzen“, so Bauer, er räumt jedoch ein, dass es schwer gewesen sei, an Dauerbrenner Theodor Gebre Selassie vorbeizukommen: „Man muss aber sagen, dass Theo seine Sache auf der rechten Seite gut gemacht hat.“ Zur Wahrheit gehört indes auch: Wenn Bauer die Chance bekam, sich zu beweisen, hat er sie nicht nutzen können. In der Folge blieb Kohfeldt kaum eine andere Wahl als auf den zuverlässigeren Gebre Selassie zu setzen. 

Die Reservistenrolle bei Werder habe Bauer (Vertrag in Bremen bis 2020) schwer getroffen: „Das hat schon sehr an mir genagt.“ Der Wechsel zum „Club“ – ein Neuanfang: „Ich persönlich will endlich wieder häufiger auf dem Platz stehen und zeigen, was ich kann. Ich habe ein gutes Gespräch mit dem Coach gehabt. Er will mir helfen zu alter Stärke zurückzufinden. Dieses Gefühl habe ich unter Kohfeldt in Bremen vermisst.“

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