Skripnik droht mit frühen Auswechslungen

Kollektives Händchenhalten

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Gut festhalten: Mit einem „Kooperationsspiel“ stimmte Werder-Coach Viktor Skripnik sein Team auf das Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld ein.

Bremen - Wer befürchtet hatte, dass Werder nach der 3:5-Pleite gegen Wolfsburg auseinanderbrechen könnte, der wurde gestern eines Besseren belehrt: So eng verbunden wie beim Abschlusstraining für das heutige Pokalspiel in Bielefeld waren die Werder-Profis wohl noch nie.

Trainer Viktor Skripnik hatte sein Team an die Kette gelegt – und sich gleich mit eingeschlossen. „Kooperationsspiel“ nennt sich das im Fachjargon und ist nichts anderes als ein Fünf-gegen-Zwei mit Händchenhalten. Der Spaßfaktor war hoch, es wurde viel gelacht – die Stimmung vor dem zu erwartenden Pokalfight heute Abend auf der Alm ist bestens.

„Wir brennen alle darauf, ins Viertelfinale einzuziehen“, verkündete Fin Bartels mit einem Leuchten in den Augen. Denn so weit ist er im Pokal noch nie gekommen. Sein Chef schon, Viktor Skripnik darf sich sogar Pokalsieger 2004 nennen – und schwärmt deshalb: „Das Finale in Berlin ist eine Riesengeschichte. Ich wünsche jedem Spieler, dass er das mal erlebt.“ Doch ein Spaziergang dahin sei es nicht – auch nicht bei einem Drittligisten. Und damit niemand den Tabellenführer unterschätzt, warnte Skripnik sein Personal: „Ich bin überzeugt, dass jeder von der ersten Minute an 100 Prozent geben wird. Aber wenn ich nach zehn, 20 Minuten etwas anderes sehe, dann werde ich sofort reagieren. Denn im Pokal gibt es kein Rückspiel!“

Deshalb wird auch nicht taktiert. „Wir fahren da als Favorit hin und wollen das mit unserer Spielanlage auch gleich zeigen“, kündigte Sebastian Prödl eine dominante Bremer Mannschaft an. Und Teamkollege Bartels meinte: „Vielleicht ist es der nächste Schritt in unserer Entwicklung, auch gegen eine Mannschaft zu bestehen, die sehr tief stehen wird.“

In den vergangenen Wochen hatten es die Bremer da etwas leichter, traten immer als Außenseiter an und überraschten. „Jetzt können wir eigentlich nur verlieren“, seufzte Bartels. Es war allerdings nur ein kurzer Moment der Sorge. Die Vorfreude und das Selbstvertrauen sind viel zu groß. Bei Werder schlottern niemandem die Knie. Skripnik gab sich gestern sogar mit einer nur 35-minütigen Einheit zufrieden. Dann schickte er sein Personal schon wieder in die Kabine, als wolle er demonstrieren: Wir sind bereit für die Alm! kni/ktu

Abschlusstraining vor Pokalspiel in Bielefeld

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