Südamerikanisches Duell verspricht heißen Tanz / „Er fackelt nicht lange“

Barrios: „Naldo wird meine härteste Aufgabe“

Dortmunds Torjäger Lucas Barrios will morgen auch in Bremen für Furore sorgen  . . .

Von Arne Flügge · „Ich bin schon ein wenig kaputt“, räumte Naldo nach dem kräftezehrenden 2:0-Erfolg in der Europa League gegen Austria Wien ein. Die bereits achte englische Woche dieser Saison hat auch beim Abwehrspieler von Werder Bremen Spuren hinterlassen.

Gestern genoss der 27-Jährige seinen freien Tag. „Ich brauche etwas Ruhe, um Kraft zu tanken“, erklärte der Brasilianer, denn morgen (17.30 Uhr) im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund „wartet auf mich wieder harte Arbeit“.

Der BVB, so Naldo, sei „unheimlich offensivstark. Nelson Valdez und Lucas Barrios – das ist eine besondere Qualität. Da müssen wir aufpassen“, fordert der Manndecker. Besonders Lucas Barrios hat den Bremer beeindruckt: „Er ist sehr, sehr stark. Ich habe ihn im Pokalspiel gegen Osnabrück gesehen. Vor allem bei Kopfbällen ist er brandgefährlich.“ Barrios gab das Kompliment gern zurück. „Gegen Naldo zu spielen, wird meine bislang härteste Aufgabe in der Bundesliga. Er ist ein extrem guter Manndecker, den in Südamerika jeder kennt“, lobt der 24-jährige Argentinier seinen morgigen Gegenspieler: „Naldo ist ein Mann mit viel Erfahrung, eine gewaltige Stütze. Werder kann froh sein, dass er dort ist.“

Barrios, der vergangene Saison in der chilenischen Liga 37 Tore erzielt hatte und sich damit zum Welttorjäger krönte, hat zuletzt in fünf Pflichtspielen hinterein-ander für die Dortmunder getroffen. „Es ist ein Traum, der sich für mich erfüllt“, sagt der Stürmer, der gerade zum Spieler des Monats Oktober gewählt wurde. „Das sagt alles über seine Qualitäten“, meint Naldo, der Barrios schon mit Claudio Pizarro vergleicht: „Er fackelt wie Piza nicht lange und macht aus fast jeder Chance ein Tor.“

Trotzdem ist dem Bremer Abwehrspieler vor dem Duell morgen nicht bange: „Ich weiß, was ich kann. Per (Per Mertesacker/d. Red.) und ich sind gut drauf. Wir werden dafür sorgen, dass hinten nichts anbrennt.“

Im letzten Spiel vor der Länderspielpause, „müssen wir noch einmal alle Kräfte bündeln“, fordert Naldo, „wir spielen zu Hause und sind es unseren Fans nach den zuletzt nicht so guten Leistungen schuldig, wieder einmal ein starkes Spiel abzuliefern.“

Dazu will er seinen Teil beitragen und den flinken Lucas Barrios an die Kette legen. „Ich habe einen Job zu erledigen, und das werde ich tun“, verspricht Naldo dem Dortmunder einen heißen Fight.

Fast wären er und Barrios übrigens in einer Mannschaft gelandet. Werder hatte zu Saisonbeginn auch ein Auge auf den torgefährlichen Angreifer geworden. Als der Deal mit Claudio Pizarro noch nicht in trockenen Tüchern war, „haben wir uns bei unserer Stürmersuche mit Barrios beschäftigt“, räumte Werder-Boss Klaus Allofs gestern ein: „Wir haben ihn mehrfach durch unsere Scouts beobachten lassen.“ Schlussendlich aber hätten die Bremer von einer Verpflichtung abgesehen. Wenn sich das morgen mal nicht rächt . . .

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