„Ich komme dem Tor immer näher“ / Kleiner Familien-Ärger / Claudios Qualen

Bargfrede auf den Spuren von Pizarro

Philipp Bargfrede als Fast-Torschütze: Seine Hereingabe spitzelt Markus T horandt ins eigene Netz. ·

Hamburg · Die Frage nach dem Matchwinner beim 3:1-Sieg gegen St. Pauli war schnell beantwortet: Natürlich gehörte dieser Titel Claudio Pizarro. Der Stürmer hatte einen Doppelpack geschnürt und einmal mehr seinen großen Wert für Werder unterstrichen.

Doch ohne Philipp Bargfrede wäre es so weit vielleicht gar nicht gekommen. Der Fast-Torschütze avancierte zum heimlichen, aber auch ein wenig zum tragischen Helden am Millerntor.

Heimlich deshalb, weil der Mittelfeldspieler zwar auch in seinem 48. Spiel einen Bundesliga-Tor verpasst hatte, „aber ich nähere mich langsam an“. Er bewegte sich quasi schon auf den Spuren von Pizarro. Schließlich war es der 22-Jährige gewesen, der sich in der 51. Minute bis zur Grundlinie durchgetankt, dann die Kugel knallhart in die Mitte gespielt und Markus Thorandt ein Eigentor auf den Fuß gedrückt hatte.

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Gut für Werder, schlecht für Pauli – und damit kam die Tragik ins Spiel. Denn Bargfredes Papa Hansi spielte nicht nur einst für St. Pauli, er ist mittlerweile dort auch U 17-Coach. „Ich denke, meine Familie hat sich auf der Tribüne für mich gefreut“, meinte Bargfrede junior zunächst, fügte dann aber noch an: „Na ja, mein Vater wird schon gemischte Gefühle gehabt haben.“ Aber immerhin ist er seinem Sohnemann in einem voraus: Hansi Bargfrede hat ein Bundesliga-Tor erzielt, am 29. Oktober 1988 beim 2:2 gegen Hannover.

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Darüber dürfte Pizarro nur müde schmunzeln, er hat seit Samstag stolze 141 Treffer auf seinem Bundesliga-Konto. Doch außer eines „Winke-Winke-Jubels“ und seines schelmischen Grinsens in Interviews gönnte er sich nach seinen Saisontreffern sieben und acht keine großen Gefühlsausbrüche. Der Abstiegskampf hat selbst dem immer fröhlichen Peruaner zugesetzt. „Jetzt können wir in Ruhe atmen“, meinte Pizarro und dachte auch an seine verletzungsbedingten Ausfälle: „Diese Saison war mit Qualen verbunden.“ Nun ist er fit und sollte eigentlich noch den bereits im Winter an Besiktas verkauften Hugo Almeida als besten Bremer Saisontorschützen (neun Treffer) ablösen. · kni

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