Die Werder-Spieler in Noten

Bargfrede empfiehlt sich als Frings-Stellvertreter

Werder-Bremen - Tim Wiese: Klasse-Taten gegen Nuri Sahin (45.+2) und Nelson Valdez (81.). Pech beim Gegentreffer (54.), als er Valdez’ harten Volleyschuss nicht festhalten konnte – und Barrios einen Tick schneller am Ball war. Anonsten kaum gefordert. Note: 2,5

Clemens Fritz: Spritzig, aufmerksam, zweikampfstark. Bügelte mehrfach Unzulänglichkeiten der Kollegen aus. Das laufintensive Spiel kostete aber viel Kraft, nach der Pause nicht mehr ganz so frisch. Note: 3

Die Noten: Werder - Borussia

Per Mertesacker: Leistete sich einige ungewohnte Ungenauigkeiten. Der Abwehrchef spielte mit seinen Defensiv-Kollegen nach der Pause zudem mehrfach sehr riskant auf Abseits. Insgesamt kein souveräner Auftritt. Note: 4,5

Naldo: Im ersten Durchgang klarer Sieger im heißen Südamerika-Duell mit Dortmunds argentinischem Torjäger Lucas Barrios. Auch nach der Pause fast immer Herr der Lage. Doch ein Mal schaltete Barrios schneller – und schon stand’s 1:1. Note: 2,5

Sebastian Boenisch: Einsatz und Wille waren da, aber mitunter wirkte der Linksverteidiger zu ungestüm. Unnötige Abspielfehler – dazu mehrfach zweiter Sieger gegen den schnellen Blaszczykowski und kaum Offensivgefahr. Note: 4

Philipp Bargfrede: Durfte überraschend erstmals auf der Frings-Position vor der Abwehr ran und empfahl sich dort für weitere Einsätze. Ziemlich abgeklärt, mit Mut zu direkten Pässen. Kurzum: ein guter Stellvertreter für den verletzten Bremer Kapitän. Note: 2,5

Tim Borowski: Läuferisch war’s o.k, alles in allem aber wieder nicht überzeugend. Zu wenig Torgefahr, zu wenig Präsenz. Als Mittelfeld-Routinier muss der 29-Jährige viel dominanter auftreten. Note: 4,5

Aaron Hunt: Viel unterwegs, offenbar beflügelt von der Nationalmannschafts-Nominierung. Herrlich seine butterweiche Linksflanke von rechts vor Özils Führungstor (36.). Im zweiten Durchgang größtenteils in der Zentrale – dort nicht mehr so auffällig. Note: 3

Mesut Özil: Kam trotz seiner frühen Chance (3.) nur schwer in Tritt, zeigte dann aber, warum Arsenal angeblich 17 Millionen Euro für ihn aufgerufen hat. Filigrane Direktabnahme mit dem linken Innenrist nach Hunts feiner Flanke – 1:0 (36.). Nach der Pause wich der Spielgestalter mehr und mehr nach links aus – und tauchte dort ab. Note: 3,5

Hugo Almeida (bis 89.): Ablegen und verlängern – das war die Hauptaufgabe des Portugiesen, der im Sturmzentrum zu wenige brauchbare Bälle bekam. Auch deshalb ohne ordentliche Abschlüsse. Note: 4

Marko Marin (bis 70.): Zu ballverliebt. Wenn er zum Dribbling ansetzte, waren meistens schon zwei Dortmunder da. Kam selten durch und hatte keinen einzigen Torschuss. Die Auswechslung war die logische Folge. Note: 4,5

Markus Rosenberg (ab 70.): Das Auffälligste war noch sein Hinfaller, für den er zu Recht keinen Elfmeter bekam (81.). Note: -

Said Husejinovic (ab 89.): Bekam eine Minute Spielpraxis. Note: -

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