Bargfrede: Comeback-Zeitpunkt noch unklar

Wenn er läuft, geht es schnell

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Immer noch ist unklar, wann Philipp Bargfrede sein Comeback in Angriff nehmen kann.

Bremen - Es sind die privaten Highlights, die Philipp Bargfrede in diesen Wochen bei guter Laune halten. Anfang September hat der Werder-Profi seine langjährige Freundin Carola geheiratet, und in zweieinhalb Wochen erwartet das Paar Nachwuchs. Es wird ein Junge. Weshalb Hoffnung besteht, dass die Fußballer-Familie Bargfrede (Philipps Vater Hansi war einst Profi beim FC St. Pauli) irgendwann in dritter Generation in der Bundesliga vertreten sein wird.

Doch das ist Zukunftsmusik. Erstmal muss der angehende Herr Papa seine Karriere nach einer Meniskus-OP im Mai wieder in Schwung bringen. Und das ist schwerer als erwartet. Zwar arbeitet er täglich im Kraftraum, lässt sich gezielt behandeln, aber immer noch bremst ihn eine leichte Schwellung im operierten linken Knie. „Erst wenn die raus ist, kann ich mit dem Lauftraining beginnen“, sagt Bargfrede. Für ihn wäre der Schritt vom Kraftraum auf den Trainingsplatz ein Meilenstein. Wenn das erstmal geschafft ist, „wird es schnell gehen, das sagt mir mein Gefühl“, meint der Mittelfeldspieler. Allerdings wagt er keine Prognose, ob er noch in der Hinrunde wieder spielen kann.

Die ganze Halbserie zu verpassen, wäre bitter für Bargfrede. Schon in der vergangenen Saison hatte er die ersten 13 Spiele verpasst – wegen einer Meniskusverletzung. Danach spielte er eine starke Rückrunde, verhalf Werder zum sicheren Klassenerhalt. Sportchef Thomas Eichin sehnt deshalb die Rückkehr des „Sechsers“ herbei: „Wir können ihn wirklich gut gebrauchen. Aber wir machen nichts, bevor er nicht richtig fit ist.“

Eigentlich sollte Bargfrede das schon längst sein. Als er sich nach Ende der vergangenen Saison zur Arthroskopie entschied, war der Eingriff nicht unbedingt nötig gewesen. Das Knie war grundsätzlich okay, Bargfrede hatte aber immer wieder leichte Probleme, wollte die beseitigt wissen. Der Plan war, schon zur Sommervorbereitung wieder fit zu sein. Es kam ganz anders, doch der Profi quält sich deshalb nicht mit dem Gedanken, dass es möglicherweise besser gewesen wäre, auf die OP zu verzichten. „Das bringt ja nichts. Im Nachhinein ist man immer schlauer.“

csa

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