Banges Warten auf Pizarro

+
Wann spielt und jubelt er wieder? Weil es die letzten Hinrundenspieltage für Werder so richtig in sich haben, steigt für Claudio Pizarro (Bild) der Comeback-Druck. „Wir brauchen ihn so schnell wie möglich“, sagt Kollege Per Mertesacker.

Bremen - Con Carsten Sander. Endspurt in der Liga, aber Claudio Pizarro macht Fortschritte eher im Schneckentempo: Seit vier Tagen trainiert der Werder-Torjäger auf dem Platz und mit dem Ball, ob er jedoch tatsächlich am Samstag gegen Schalke 04 nach siebenwöchiger Pause sein Comeback feiern wird, ist immer noch unklar.

Die Antwort wird es wohl heute geben. „Vielleicht bietet sich die Chance, dass Claudio locker im Mannschaftstraining mitmachen kann“, hoffte Trainer Thomas Schaaf gestern nach einer Einheit, die Pizarro nicht entscheidend nach vorne gebracht hatte. „Ich habe immer noch ein bisschen Schmerzen“, sagte der Stürmer: „Laufen kann ich gut, aber schießen nicht.“ Wobei die Schmerzen gar nicht die Hauptrolle spielen. „Damit kann ich leben, die werden mir wohl auch noch bis Jahresende bleiben“, meinte der 30-Jährige, „das Problem ist, n „Ohne ihn fehlt das n letzte Bisschen“ dass dem Fuß Kraft und Stabilität fehlen. Ob ich das bis Samstag aufbauen kann, weiß ich nicht. Vielleicht reicht es.“

Vielleicht auch nicht. Und das wäre eine richtig schlechte Nachricht vor den letzten beiden Hinrundenspielen, die es richtig in sich haben. Erst Schalke, dann das Auswärtsderby beim Hamburger SV (Sonntag, 20. Dezember, 15.30 Uhr) – und zwischendrin das Finale um den Gruppensieg in der Europa League bei Athletic Bilbao (Mittwoch, 21.05 Uhr).

„Wir brauchen Claudio so schnell wie möglich“, fordert Verteidiger Per Mertesacker, dem natürlich auch nicht entgangen ist, dass Werder in den fünf Bundesliga-Partien seit der Verletzung des Top-Stürmers nur einen Sieg (bei vier Unentschieden) gefeiert hat. Zuletzt bewies das 0:0 in Köln, wie sehr die Bremer die Qualitäten des Peruaners benötigen. „Wir brauchen ihn als Torjäger, der auch mal das 1:0 macht“, meint Mertesacker und leitet aus der Pizarro-losen Zeit eine nachdenklich stimmende These ab: „Wir können es uns eigentlich gar nicht erlauben, dass er fünf, sechs Wochen ausfällt. Ohne ihn hat uns in entscheidenden Momenten oft das letzte Bisschen gefehlt.“

Der Comeback-Druck auf Pizarro ist also groß. Zumal am Ende einer überzeugenden Hinrunde richtig viel auf dem Spiel steht. Schalke und der HSV sind direkte Konkurrenten im Kampf um einen Spitzenplatz. „Sehr, sehr wichtige Partien“ seien das, betont Mertesacker. Gewinnt Werder beide Partien, ist die Mannschaft gut dabei, vielleicht sogar Herbstmeister. Anders herum: Bei einer mickrigen Punktausbeute würden die Bremer schnell nach unten purzeln. Oder wie Torsten Frings es sagt: „Wir können uns für eine tolle Halbserie selbst belohnen, wir können an Weihnachten aber auch einen großen Abstand zur Spitze haben.“ Selbstverständlich geht der Kapitän vom positiven Fall aus: „Wir haben schließlich eine Riesenserie gespielt, entsprechend groß ist unser Selbstbewusstsein.“

Die Gier nach dem „Titel“ des Herbstmeisters ist dagegen eher gering. „Die Herbstmeisterschaft“, sagt beispielsweise Torwart Tim Wiese ziemlich schroff, „ist mir scheißegal. Herbstmeister waren wir schon mal, gebracht hat’s aber nichts.“ Im Dezember 2006 stand Werder ganz oben, am Ende sprang Platz drei heraus. Deshalb gilt anno 2009 die Devise: Hauptsache noch sechs Punkte holen, den Halbzeit-Titel darf sich gerne Bayer Leverkusen (weil ohnehin mit dem machbarsten Restprogramm ausgestattet/siehe unten) vorne bleiben. Abgerechnet wird eh’ erst am Schluss. „Nach 34 Spieltagen wollen wir oben stehen“, meint Wiese.

Das könnte Sie auch interessieren

Exoten unter den Autos: Diese Fahrzeuge sind äußerst selten

Exoten unter den Autos: Diese Fahrzeuge sind äußerst selten

+++ Neu: Gestensteuerung in der iOS-App +++

+++ Neu: Gestensteuerung in der iOS-App +++

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Meistgelesene Artikel

Das passiert am Montag

Das passiert am Montag

Das passiert am Mittwoch

Das passiert am Mittwoch

Training am Montag: Quartett fehlt krankheitsbedingt

Training am Montag: Quartett fehlt krankheitsbedingt

Veljkovic mit zweitem Länderspiel-Einsatz

Veljkovic mit zweitem Länderspiel-Einsatz

Kommentare