Nach Sokratis äußert auch Naldo Abwanderungsgedanken – mal wieder

Bangen um das Traumduo

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Sokratis (l.) und Naldo sehen ihre Zukunft nicht unbedingt in Bremen, obwohl sie vertraglich an Werder gebunden sind.

Bremen - Erst drohte Sokratis (23) mit Abschied, nun auch mal wieder Naldo (29). Obwohl die beiden Innenverteidiger vertraglich an Werder Bremen gebunden sind, sprechen sie offen über ihre Abwanderungsgedanken und sorgen damit für Unruhe.

Der Grieche Sokratis ist bis zum Saisonende vom FC Genua ausgeliehen, Werder wird aber die Kaufoption ziehen und ihn für etwa 3,5 Millionen Euro fest für drei Jahre verpflichten. „Die Dinge sind klar“, betonte Sportchef Klaus Allofs gestern erneut. Dennoch hatte „Papas“ die Chancen auf sein Bleiben mit „50:50“ eingeschätzt („Es liegt an mir“) und indirekt die Teilnahme am internationalen Geschäft zur Bedingung gemacht.

„Wir müssen die Europa League schaffen, das ist sehr wichtig“, sagte nun auch Naldo. Doch selbst wenn das klappt: Eine Garantie, weiter für Werder zu spielen, wäre das immer noch nicht. „Ich weiß nicht, wie lange ich bleibe und was in den kommenden Monaten passiert. Nächste Woche kommt mein Berater nach Bremen – und dann müssen wir sprechen“, meinte Naldo, der Werders Perspektiven aufgezeigt bekommen möchte. Solange er davon nicht überzeugt ist, flirtet er trotz seines Vertrags bis 2013 ungeniert mit einer Rückkehr in die Heimat. „Es gibt aber keinen Kontakt nach Brasilien“, versicherte er gestern.

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Noch nicht. Denn finanzkräftige Clubs aus Südamerika, von denen es inzwischen einige gibt, werden bei Naldos Aussagen hellhörig. Das weiß Allofs – und räumt ein, bei entsprechenden Offerten gesprächsbereit zu sein: „Wenn da ähnliche Summen wie bei Wesley geboten werden, kann das ein Thema sein.“ Den in Bremen gefloppten Brasilianer hat Werder gerade für sechs Millionen Euro an Palmeiras Sao Paulo verkauft. Bei Naldo sieht Allofs derzeit aber „keine Anhaltspunkte, dass er weg will. Ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass er sich hier nicht wohlfühlt. Und das hat er uns zuletzt auch so bestätigt.“

Im Winter hatte Naldo allerdings auf einen Wechsel in die Heimat gedrängt, wollte das Angebot vom SC Internacional Porto Alegre unbedingt annehmen. Doch der Deal platzte, weil die Brasilianer viel zu wenig Ablöse (drei Millionen Euro) zahlen wollten. Naldo gab klein bei und sprach plötzlich sogar von einer Vertragsverlängerung.

Die ist derzeit aber – weder für den Spieler noch für den Club – ein Thema. „Im Moment haben andere Dinge Priorität“, sagte Allofs mit Blick auf die 13 auslaufenden Verträge. Der seit Jahresbeginn pausierende Naldo (Sehnenreizung im Bein) will sich voll auf sein Comeback konzentrieren: „Physisch sieht es sehr gut aus. Aber mir fehlt noch ein bisschen die Sicherheit, zum Beispiel im Spielaufbau. Bei 100 Prozent bin ich noch nicht ganz.“

Vielleicht jedoch am Wochenende. Trainer Thomas Schaaf denkt darüber nach, den Brasilianer erstmals wieder in den Kader zu holen. „Seine Bewegungen sind normal, er zeigt keine Auffälligkeiten ins Negative“, urteilte der Coach gestern Mittag. Das heißt: Wenn Naldo so weitermacht, kann es fürs Heimspiel gegen Mainz (Samstag, 15.30 Uhr) reichen.

Und im besten Fall sehen die Fans im Weserstadion dann zum ersten Mal in einem Pflichtspiel die Traumkombination Naldo und Sokratis in der Bremer Innenverteidigung. Beide fiebern der Premiere schon entgegen. „Sokratis ist überragend – der beste Spieler, den wir momentan haben. Und er hat mich schon gefragt: ,Wann kommst du wieder? Ich will mit dir zusammen spielen‘“, verriet Naldo. Sokratis schickte die „Blumen“ prompt zurück. „Naldo ist ein sehr, sehr guter Spieler und ein Super-Typ“, schwärmte der Grieche, fügte aber noch an: „Alle sind wichtig bei uns. Und das Wichtigste ist, dass wir zusammen das Spiel gegen Mainz gewinnen.“ · mr

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