Bahn-Unternehmen will Randalierer nicht mehr befördern / Prügelei im Schatten des Fußballs

Für die Chaoten steht das Signal auf Rot

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Bremen - Am Ende waren es Bremer, die sich mit Bremern prügelten. Nach dem Nordderby zwischen dem SV Werder und dem HSV gerieten vor einer Kneipe Vertreter der Bremer Hooligan-Szene und von Ultra-Gruppierungen aneinander.

Mit Holzlatten bewaffnet waren die Parteien laut Polizeibericht aufeinander losgegangen, Biertischgarnituren flogen durch die Luft. Die Angriffe gingen angeblich von den Hooligans aus. Mehrere Personen mussten nach der Schlägerei ärztlich behandelt werden. Mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray beendete die Polizei die Schlägerei. Eine ungefähr 150 Personen starke Gruppe Ultras, die sich in der Folge versammelte, wurde von der Polizei aufgelöst.

Während sich die Ultras anschließend via „spiegel-online.de“ über ein zu hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte beschwerten, sucht die Bremer Polizei nach Zeugen, die Angaben zur Auseinandersetzung zwischen den Hooligans und den Ultras machen können. Laut Daniel Behm vom Fan-Projekt Bremen sei der Überfall auf die Ultras „auf jeden Fall politisch motiviert gewesen“, sagte er „spiegel-online“. Die Hooligans werden dem rechten Spektrum zugeordnet, die Ultras dem linken. Da drängt sich eine Frage auf, die bei der Debatte um die Übernahme der Polizeikosten bei Hochrisikospielen durch die Vereine nicht fehlen darf: Müssen Clubs wirklich für Kloppereien zwischen Rechten und Linken, deren gemeinsamer Nenner zufällig der Fußball ist, zahlen?

Geld von den Vereinen würde auch das Eisenbahn-Unternehmen metronom gerne sehen. Hamburger Fans hatten auf der Anreise nach Bremen mehrere Wagen verwüstet. Der Schaden könne laut Pressemitteilung des Unternehmens mehr als 100.000 Euro betragen. Das ist für metronom-Geschäftsführer Jan Görnemann Anlass genug, jetzt Konsequenzen zu ziehen: „Wir sagen den Chaoten klipp und klar: Wer sich so verhält, wird das nächste Spiel nicht sehen. Wir fahren euch nicht mehr.“ Dabei geht es nicht nur um den Sachschaden, sondern auch um die Sicherheit von Mitarbeitern und anderen Reisenden. Am Wochenende sei „eine Grenze überschritten“ worden, so Görnemann.

csa

Lesen Sie dazu auch: Randale, Rauchbomben, rivalisierende Fans: Viel zu tun für die Polizei

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