Borowski ist wieder da – aber wie lange?

Baby-Glück und Abschiedsschmerz

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Tim Borowski hatte gestern ein Dauergrinsen im Gesicht. ·

Bremen - Jedes Autogramm garnierte Tim Borowski gestern Mittag mit einem breiten Grinsen. Der 31-Jährige vom SV Werder Bremen war so glücklich wie schon lange nicht mehr – und das aus gleich zwei Gründen.

Am Dienstagmorgen war er zum zweiten Mal Papa geworden, gestern folgte dann sein Comeback im Mannschaftstraining nach über acht Monaten Verletzungspause.

„Ich freue mich riesig“, sagte der Werder-Profi und meinte damit natürlich beide Ereignisse: „Die Familie ist das Wichtigste. Aber es ist auch unheimlich schön, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Dafür habe ich lange hart gearbeitet.“

Pizarro trainiert wieder

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Nach seiner ersten Einheit sah Borowski ziemlich müde aus. Doch das lag weniger am Training, sondern mehr an Lennox. „Ich habe nur drei Stunden oder so geschlafen“, berichtete Borowski über sein neues Leben mit nun zwei Kindern. Töchterchen Emilia ist vier Jahre alt.

Mit seiner Frau Lena fühlt sich Borowski in Bremen ziemlich wohl. Bis auf einen einjährigen Abstecher zum FC Bayern hat der Mittelfeldspieler auch ausschließlich für Werder gespielt. Doch jetzt ist seine Zukunft ungewiss, der Vertrag läuft im Sommer aus. Und der 31-Jährige geht erst einmal nicht von einer Verlängerung aus, spricht sogar von Abschied. So antwortete er auf die Frage, ob er auf einen Platz im Kader für die beiden noch ausstehenden Bundesliga-Spiele hofft: „Natürlich – es ist doch schöner, die Abschiedsblumen im Trikot entgegenzunehmen. Das wäre etwas ganz Besonderes für mich, denn ich bin seit 1996 in Bremen, war hier im Internat, bin Bundesliga- und Nationalspieler geworden.“

Hat Borowski etwa schon mit Werder abgeschlossen? „Nein. Aber es ist doch üblich, dass Spieler verabschiedet werden, deren Verträge auslaufen“, erklärte Borowski seine etwas überraschende Blumen-Aussage. Eine Verabschiedung ist allerdings eher unwahrscheinlich. Werder-Boss Klaus Allofs hatte bislang immer betont, dass über die Zukunft von Borowski erst gesprochen wird, wenn sein Gesundheitszustand und die Fortsetzung seiner Karriere geklärt ist. Und beides ist noch ungewiss, wie auch Borowski gestern gestand: „Ich weiß nach einem Training noch nicht, ob mein Fuß hält.“

Sollte das lädierte Sprunggelenk in den nächsten Wochen keine Probleme mehr bereiten, „dann will ich weiterspielen. Ich habe mir nicht monatelang den Hintern aufgerissen, um dann zehn Tage mitzutrainieren und anschließend für immer Adieu zu sagen.“

Borowskis Stunde schlägt also in den Testspielen nach der Saison. Dann kann er sich um einen neuen Vertrag bewerben. Das ist sein oberstes Ziel, denn „mit einem Vereinswechsel habe ich mich noch nicht beschäftigt“. · kni

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