Aymen Abdennour – der Trainer will ihn schützen

Morgen wohl nur auf der Ersatzbank: Aymen Abdennour.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Auch gestern trainierte Aymen Abdennour nur in der B-Elf, zum dritten Mal in Folge. Damit dürfte klar sein, dass Werders Linksverteidiger aus der Startelf fliegt, stattdessen Petri Pasanen morgen im Heimspiel gegen Hertha den Vorzug erhält.

Böse Zungen könnten nun behaupten, dass mittlerweile auch in Thomas Schaaf die Erkenntnis gereift ist, dass bei seinem neuen Mann aus Tunesien die Form einfach nicht reicht, um der Abwehr in der Krisensituation die nötige Sicherheit zu geben. Doch davon will Schaaf überhaupt nichts wissen, im Gegenteil. Sollte, so der Tenor des Trainers, Abdennour morgen nicht auflaufen, dann nur, um weiteren Schaden von dem 20-Jährigen abzuwenden. „Ich überlege, ob ich Aymen nicht schützen muss und ihn aus der Schusslinie nehme“, kündigte Schaaf an: „Hier wurde jemand zum Sündenbock gemacht. Das hat er nicht verdient. Ganz deutlich!“

Er selbst habe sich die erste Halbzeit in Mönchengladbach „in zehnfacher Ausführung“ angeschaut und sei immer wieder zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur Abdennour für die Gegentore verantwortlich gemacht werden darf. „Da gibt es nicht den einen Schuldigen. Dieses Bild ist auch in der Mannschaft überhaupt kein Thema“, behauptete der Coach. Abdennour habe sicherlich genauso wie die anderen keine Topform abgeliefert, „doch er hat überhaupt keine Unterstützung erhalten, und es war bewundernswert, wie er trotzdem gearbeitet und sich den Dingen gestellt hat“, so der Bremer Trainer.

Von daher sei es „fahrlässig, einen jungen Mann, der sich hier so positiv einbringt und so stark einsetzt, der sich von der ersten Minute an mit dem Club voll identifiziert, so übel mitzuspielen“, zählte Schaaf die versammelte Journalie an: „Das werde ich so nicht zulassen.“

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