Aycicek und Öztunali wollen Bartels-Position

Eine Stelle, zwei Bewerber

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Levin Öztunali

Bremen - Levent oder Levin? Fin – lautete die Antwort auf diese Frage in den vergangenen Wochen. Weder Levent Aycicek (21) noch Levin Öztunali (18) durften zuletzt bei Werder auf ihrer Lieblingsposition im zentralen, offensiven Mittelfeld ran. Stattdessen bekam Fin Bartels von Trainer Viktor Skripnik das Vertrauen geschenkt.

Der 28-Jährige rechtfertigte es mit starken Auftritten als Spielmacher – doch nun gibt es ein Problem. Auf Schalke sah Bartels seine fünfte Gelbe Karte und ist am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg gesperrt. „Fin ist momentan überragend drauf. Da müssen wir uns wieder etwas Neues einfallen lassen“, weiß Bremens Co-Trainer Torsten Frings, der sich aber sicher ist: „Wir werden eine gute Lösung finden.“

Chancen auf Bartels’ Platz und Position in der Mittelfeld-Raute haben nun vor allem die beiden jungen Deutsch-Türken. Leverkusen-Leihgabe Öztunali, der in den ersten beiden Rückrundenspielen als „Zehner“ auflief, sei danach „in ein kleines Loch gefallen“, urteilt Frings. Öztunali wurde anschließend zwei Mal eingewechselt und kam auf Schalke gar nicht mehr zum Zug. „Er kämpft aber dagegen an, trainiert wieder richtig gut und wird noch ein sehr wichtiger Spieler für uns – mit Sicherheit“, prophezeit Frings.

Levent Aycicek

Auch Aycicek („Ich musste schon oft Geduld haben, das ist nicht einfach“) würde nur allzu gerne mehr Einsatzzeit bekommen – und hofft, dass es schon am Sonntag so weit ist. „Dafür muss ich diese Woche gut trainieren“, meint der Nienburger. Die Klausel in seinem Vertrag, dass dieser sich bei einem bestimmten Anzahl an Spielen über 45 Minuten (angeblich zehn) automatisch verlängert, hat noch nicht gegriffen. Aycicek hat erst vier solcher Einsätze. Seine Zukunft ist demnach ungewiss. Bisher gab es lediglich „lose Gespräche“ mit Sportchef Thomas Eichin. Aycicek, an dem nach eigener Aussage „einige Vereine“ interessiert sind, kann und will „nichts ausschließen. Ich bin selbst gespannt, was im Sommer passiert.“ Klar ist für ihn bereits, dass er endlich regelmäßig auf dem Platz stehen will: „Ich muss ans Spielen kommen. Und auf der Bank sammle ich keine Spielpraxis.“

mr

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