Klausel wirksam, Kapitän dürfte bis 2015 bleiben

Automatische Verlängerung für Fritz kein Thema

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Clemens Fritz will erst im Frühjahr mit Werder klären, ob er noch eine weitere Saison in Bremen spielt. ·

Bremen - Kein Vertrag mehr ohne Klausel – das gilt auch im Fall Clemens Fritz. Doch der Kapitän des SV Werder Bremen pfeift auf die Option, dass sich sein im Sommer auslaufender Vertrag bei einer bestimmten Anzahl von Spielen in dieser und der vergangenen Saison automatisch verlängert: „Wir setzen uns im Frühjahr zusammen – und dann schauen wir, was für alle Beteiligten das sinnvollste ist.“ Fritz will nicht auf sein Recht pochen, der 32-Jährige will mit Leistung überzeugen – und seine Mini-Krise heute beim Gastspiel auf Schalke (15.30 Uhr) beenden.

Bei der 0:3-Pleite in Wolfsburg hatte er wie seine Teamkollegen einen „gebrauchten Tag“ erwischt, wie er es selbst nannte. Gegen Hannover gelang dann allen die Wiedergutmachung – nur Fritz nicht. Der Rechtsverteidiger verursachte den Strafstoß zum 0:1, musste gelb-rot-gefährdet nach einer Stunde runter und stand deshalb beim 3:2-Siegtreffer nicht mehr auf dem Platz. „Ich kann mich schon ganz gut einschätzen und bin da ganz ehrlich: Hannover war auch nicht mein Tag, das war ein schlechtes Spiel von mir“, gesteht Fritz. Doch er ist erfahren genug, „dass ich mich damit nicht tagelang beschäftige“. Schlechte Tage gehörten nun einmal dazu. In dem Zusammenhang lobt er Robin Dutt. Der Trainer gestehe seinen Spielern auch mal schwächere Leistungen zu. Das sei fürs Selbstvertrauen extrem wichtig.

Dass er als Kapitän einen besonderen Schutz genießt, glaubt Fritz allerdings nicht: „Auch ich muss meine Leistung bringen. Ich denke, dass ich das diese Saison ganz gut gemacht habe.“ Die Bestätigung dafür gibt es von Sportchef Thomas Eichin – sozusagen als unabhängige Instanz: „Clemens spielt eine gute Saison, er ist ein eminent wichtiger Spieler für Werder Bremen.“ Denn Fritz soll nicht nur die rechte Seite beackern, er soll die Mannschaft führen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine. Ein wichtiger Aspekt bei dieser jungen Mannschaft.

Bislang klappt das sehr gut. Fritz gibt zum Beispiel im Training mal den Mahner, mal den Schlichter, mal den Mutmacher. Einen Schub brauchte er in dieser Woche allerdings auch selbst. „Ich habe gemerkt, dass mir zuletzt ein bisschen die Spritzigkeit gefehlt hat. Die versuchst du dir, im Training zurückzuholen.“ Ob es ihm gelungen ist, wird sich heute zeigen. „Ich muss das jetzt besser machen“, setzt sich Fritz unter Druck, macht das aber auch mit den Kollegen: „Wir müssen mutiger auftreten als in Wolfsburg.“ Denn der Ex-Nationalspieler rechnet nach dem Schalker 0:3 gegen Chelsea mit einem angeschlagenen Gastgeber: „Wir müssen das Tempo hoch halten, aggressiv sein. Wenn wir in Führung gehen, dann wird es unruhig in der Arena, das kennt man doch – und das dürfte nach dem Chelsea-Spiel noch extremer sein.“

Für Fritz ist es übrigens saisonübergreifend das 34. Pflichtspiel für Werder – eine interessante Zahl. Denn mit dem 35. Einsatz (also der Hälfte aller Partien in den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14) soll sich sein Vertrag um ein Jahr verlängern. „Es gibt eine Klausel“, bestätigt Eichin und verrät: „Aufgrund dieser Klausel wird Clemens auch nächste Saison für Werder spielen.“ Wenn er will. Eichin überrascht Fritz’ defensiver Umgang mit der Option jedenfalls nicht: „Das ist typisch für Clemens, deshalb ist er auch unser Kapitän.“ · kni

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