Auszeit für Mertesacker

Die hohen Belastungen der vergangenen Jahre haben bei Per Mertesacker Spuren hinterlassen.

Von Arne Flügge und Malte Rehnert - Für Per Mertesacker ist die Saison zuende. Der Akku ist leer, vornehmlich aber plagt sich Werder Bremens Abwehrspieler mit Fersenproblemen herum. Somit wird der 26-Jährige morgen im letzten Spiel beim 1. FC Kaiserslautern fehlen. „Ich mache jetzt Pause, das ist so abgesprochen“, erklärte „Merte“ gestern nach einem Gespräch mit Trainer Thomas Schaaf.

Auch seine Teilnahme an den Länderspielen gegen Uruguay (29. Mai), in Österreich (3. Juni) und in Aserbaidschan (7. Juni) hat Mertesacker abgesagt. „Wir haben gemeinsam beschlossen, dass er diesmal nicht dabei ist. Er soll die Zeit nutzen, um seine Verletzungen auszukurieren und für die neue Saison zu regenerieren“, sagte Bundestrainer Joachim Löw. Die Dauerbelastungen der vergangenen Monate haben beim Bremer Innenverteidiger Mertesacker ihre Spuren hinterlassen. „Ich will nachhaltig wieder besser spielen und brauche eine Pause, die mich komplett kuriert. Ich habe schon längere Zeit mit den Fersenproblemen zu kämpfen“, berichtete der Nationalspieler. Nach der WM im vergangenen Jahr in Südafrika habe er nur eine kurze Verschnaufpause gehabt. „Ich konnte mich nie zurücklehnen, da war die Belastung wohl zu groß“, vermutet Mertesacker: „Und so ist das langsam entstanden. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich die Pause brauche.“

Training am Donnerstag

Training der Profis vor dem letzten Spiel

Bereits in den vergangenen Wochen konnte Mertesacker quasi nur mit halber Kraft arbeiten, für einen Spieler mit seinen Ansprüchen war das natürlich unbefriedigend. „Zuletzt habe ich nur reduziert trainiert“, räumt der frischgebackene Vater eines Sohnes ein: „Ich will aber voll trainieren und mich nicht auf einem Bein herumschleppen.“ Während der Pause wird Per Merteacker jetzt sein Rehaprogramm fortsetzen. Und nur das ist für den 26-Jährigen wichtig. Alles andere ist nebensächlich. Wie beispielsweise das Gespräch über eine Verlängerung seines Ende Juni 2012 auslaufenden Vertrages bei Werder. „Das ist für mich nicht das Thema, und ich bin auch nicht ungeduldig. Ich konzentriere mich ganz auf meine Gesundheit. Damit habe ich genug zu tun“, erklärte der Abwehrspieler. Werders Sportchef Klaus Allofs hatte gestern noch einmal erklärt, langfristig mit Mertesacker weiter zusammenarbeiten zu wollen. „In diese Richtung wollen wir die Gespräche lenken“, sagte der 54-Jährige. Er wird sich etwas gedulden müssen . . .

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