Außenbandanriss / Selke hofft auf Chance

Hinrunden-Aus für Di Santo

Davie Selke
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Davie Selke

Bremen - Diese Nachricht tut Werder Bremen richtig weh: Torjäger Franco Di Santo (schon sechs Saisontore) fällt bis zum Abschluss der Hinrunde aus. „Ich rechne bis zum Jahresende nicht mehr mit ihm“, bestätigte Geschäftsführer Thomas Eichin gestern.

Di Santo hatte sich vor gut einer Woche am Ende der Nachmittagseinheit am rechten Knie verletzt. Zunächst war von einer Außenbanddehnung die Rede, mittlerweile ist klar, dass das Außenband angerissen ist. Frühestens im Trainingslager in Belek wird der Argentinier wieder voll einsteigen können.

Die restlichen fünf Spiele der Hinrunde muss Werder Bremen ohne den 25-Jährigen auskommen, sich im Angriff irgendwie behelfen. Dabei zeigte sich schon beim 0:2 im Nordderby beim Hamburger SV, dass Werder viel Offensivqualität fehlt, wenn Di Santo nicht dabei ist. „Wenn du nicht gewinnst und keine Tore schießt, kannst du sagen, dass Franco ein wichtiger Spieler für uns ist“, umschrieb Coach Skripnik vorsichtig die Bedeutung des Argentiniers.

Gegen den HSV hatte es der Trainer mit Nils Petersen in der Spitze versucht – ohne Erfolg. „Er hatte nicht seinen besten Tag“, stellte Skripnik fest. Davie Selke, die Alternative zu Petersen, kam erst spät in die Partie und machte es nicht wesentlich besser. Skripnik urteilte dennoch: „Davie ist reingekommen, war aktiv und ist vielleicht eine Überlegung für Samstag wert.“

Das würde den U19-Europameister natürlich enorm freuen. Bisher ist er die Nummer drei der zentralen Stürmer, nun könnte die Chance kommen, sich nach vorne zu arbeiten. „Im Sturm ist ein Platz frei geworden, da wittert man natürlich seine Chance“, sagt Selke, der gegen den HSV in den Kader zurückgekehrt war, nachdem Skripnik ihn zuvor gegen Stuttgart noch auf die Tribüne gesetzt hatte. Ein Denkzettel wegen unzureichender Trainingsleistung war es damals, und Selke hat die Botschaft offenbar verstanden: „Es war ein Signal, dass ich mir Gedanken machen muss – und das habe ich getan. Ich musste im Training die Reaktion zeigen.“ Dass er gegen den HSV wieder dabei war und nun von Skripnik als Alternative gehandelt wird, zeigt, dass es die richtige Reaktion war.

csa

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