Ausleihe: 20-jähriger Jung-Profi soll für Zweitligist Union stürmen

Kobylanski von Bremen nach Berlin

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Martin Kobylanski

Bremen - Der lange Atem von Union Berlin zahlte sich aus: Schon vor einem Monat hatte der Zweitligist Interesse an Jung-Profi Martin Kobylanski bekundet. Heute soll die Ausleihe des Werder-Stürmers endgültig feststehen. „Ich kann noch nichts bestätigen – aber da ist Bewegung drin“, erklärte Werders Sportchef Thomas Eichin gestern auf Nachfrage. Und: „Koby ist gerade in Berlin.“

Dort führte er abschließende Gespräche bei den „Eisernen“. Vielleicht unterschreibt der Sohn von Ex-Bundesliga-Stürmer Andrzej Kobylanski (1. FC Köln, Energie Cottbus) schon heute in seiner Geburtsstadt, in der einst sein Papa für Tennis Borussia in der zweiten Liga spielte. „Ich freue mich auf Berlin, es zieht mich zurück“, zitiert ihn die „BZ“ – und vermutet bereits eine Kader-Nominierung für Unions morgiges Heimspiel gegen Nürnberg. Kobylanski: „Man hat mir gesagt, dass ich Lauf- und Fußballschuhe mitnehmen soll…”

Den gestrigen Medizincheck jedenfalls dürfte „Koby“ problemlos hinter sich gebracht haben, denn der polnische U21-Nationalspieler machte bei Werder stets einen fitten Eindruck – ob bei den Profis oder in seinen Regionalliga-Auftritten für Werders U23.

Nur zum Durchbruch im Bundesliga-Team hat es für den 2012 aus Cottbus gekommenen Angreifer nicht gereicht – trotz eines vielversprechenden Debüts im September während des brisanten Nordderbys beim HSV. Es folgten sieben weitere Einsätze unter Chefcoach Robin Dutt – parallel zu seinen 19 Viertliga-Partien, in denen der 20-Jährige für Werder II immerhin 15 Tore erzielte. Alles in allem genug, um das Interesse anderer Clubs zu wecken.

Doch Eichin wollte zunächst abwarten. Schließlich hatte er ihn erst im Januar mit seinem ersten Profivertrag (bis 2017) ausgestattet: „Für Martin geht es darum, sich bei uns einen Platz zu erkämpfen“, sagte der Sportchef noch Ende Juli. Aber die Konkurrenz durch Eljero Elia, Nils Petersen und Franco Di Santo war zu groß. Als dann noch Izet Hajrovic als weitere Alternative für ganz vorn kam und U23-Kollege Davie Selke mit dem Schwung von der U19-EM an ihm vorbeizog, nahte der Abschied. Denn so offensiv geht Dutts Team seine nächste schwere Saison gewiss nicht an, als dass es vier Reserve-Spitzen bräuchte.

Daher die Ausleihe, die laut „Bild“ bei 200000 Euro plus Kaufoption liegen soll. Von Eichin gab es dazu weder eine Bestätigung noch ein Dementi: „Dazu sage ich nichts.“

ck

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