Pizarro verbreitet vor Rückspiel gegen Valencia Optimismus: „Wir gewinnen“

Die Ausgangslage ist gut, der Gegner aber auch

Wie im Hinspiel zwischen Claudio Pizarro (re.) und Angel Dealbert wird es auch heute zwischen Werder und Valencia gut zur Sache gehen. „Ich erwarte keine Klopperei, aber es wird ein kampfbetontes Spiel“, sagt Club-Chef Klaus Allofs. Foto: Witters

Bremen - Von Carsten Sander · Wie’s heute Abend ausgeht? Claudio Pizarro weiß es schon: „Ganz einfach: Wir gewinnen.“ Der Torjäger von Werder Bremen sagt es im Brustton der Überzeugung.

Zweifel, dass das Rückspiel des Achtelfinales in der Europa League gegen den FC Valencia (19.00 Uhr/Weserstadion/SAT.1 und Sky live) nicht das gewünschte Resultat bringen könnte, lässt Pizarro erst gar nicht zu.

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Seine Argumentation: Das vor einer Woche im Estadio Mestalla erkämpfte 1:1 sei schon „sehr gut“ gewesen, dann kann das Rückspiel vor eigenem Publikum – von dem die Profis heute viel erwarten – nur besser werden. Eine simple Theorie, deren praktische Bestätigung jedoch schwerer fallen wird, als es sich Pizarro wünscht.

„Valencia“, sagt der doch zur Verfügung stehende Torsten Frings (siehe Bericht unten), „ist der stärkste Gegner, den wir bisher in der Europa League hatten. So einen Brocken musst du erstmal aus dem Weg räumen.“ In Spanien hatten die Bremer schon kräftig an dem Brocken gezerrt, gedrückt, gemeißelt und mit dem 1:1 den schmalen Pfad ins Viertelfinale schon halb begehbar gemacht. Aber eben nur halb, wie Abwehrass Naldo betont: „Unsere Ausgangslage ist gut, aber wir sind noch nicht im Viertelfinale.“

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Dafür muss Werder nicht einmal – wie von Pizarro prophezeit – gewinnen. Ein 0:0 würde schon genügen, um die Runde der letzten Acht zu erreichen. Gleichzeitig ist es angesichts der Offensiv-Qualitäten beider Teams ein eher unwahrscheinliches Resultat. Bei einem 2:2 oder jedem torreicheren Remis wäre Valencia weiter.

Die Gefahr auszuscheiden, ist trotz des respektablen Hinspielergebnisses groß. Und niemand bei Werder verkennt sie – nicht mal Super-Optimist Pizarro. Zu prägend sind die in Valencia gemachten Erfahrungen. Wenn Clemens Fritz beispielsweise die Stärke des Tabellendritten der Primera Division lobt („Das Team ist spielerisch unheimlich gut“), dann denkt er an den unglaublichen Sturmlauf im Hinspiel, als zehn Spanier elf Bremer an die Wand gespielt hatten. Und wenn der ansonsten unerschrockene Tim Wiese gesteht, dass Valencia angsteinflößend sei („Hoffentlich werden wir im Rückspiel nicht überrollt“), dann dürfte klar sein, dass heute eine grün-weiße Mannschaft aufläuft, die großen Respekt hat vor dem Gegner.

Geschäftsführer Klaus Allofs hebt den zweimaligen Champions-League-Finalisten (2000 und 2001) auf eine Ebene mit dem AC Mailand. Den italienischen Top-Club hatte Werder in der Vorsaison auf dem Weg ins UEFA-Pokal-Finale ausgeschaltet. „Wenn uns das auch mit Valencia gelingt, wäre das wieder eine große Tat. Die sportliche Aufgabe ist jedenfalls ähnlich schwer“, sagt der 53-Jährige.

Allerdings leidet der Valencia Clube de Fútbol unter einer scheinbar unheilbaren Krankheit – der Disziplinlosigkeit. Einem im Team gehen fast immer die Nerven durch. Vor einer Woche war es Ever Banega, der nach einer Tätlichkeit an Marko Marin Rot sah. In den vergangen vier Partien gab’s jeweils einen Platzverweis gegen das Team von Trainer Unai Emery. Und heute? „Es wird ein heftiges Spiel“, ahnt Torsten Frings. „Es wird viele Fouls geben“, meint auch Pizarro. Und gemeinsam mahnen die beiden: „Wir dürfen uns auf keinen Fall provozieren lassen, müssen cool und clever bleiben.“

Klaus Allofs sieht der fast schon traditionellen Härte des FC Valencia (man denke an das Champions-League-Duell im Dezember 2004 mit Tritten, Schlägen, Spuckattacken) jedoch gelassen entgegen: „Klar, es wird ein kampfbetontes Spiel sein. Aber ich erwarte keine Klopperei.“

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