1:3 beim bis dato sieglosen Schlusslicht / So geht es gegen den Abstieg

Aua in Augsburg! Werders Fehlerflut knallhart bestraft

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Mit dieser Leistung geht‘s gegen den Abstieg. Mit nur sieben Punkten aus sieben Spielen ist die Zeit in der oberen Tabellenhälfte schon vorbei.

Augsburg -  Das tut so weh! Euphorie, Hoffnung, Glaube – alles weg! Der SV Werder hat gestern Abend beim FC Augsburg ein schmerzhaftes Fiasko erlebt. Die Bremer verloren beim bis dato noch sieglosen Bundesliga-Schlusslicht hochverdient mit 1:3 (1:2) und gaben dabei ein jämmerliches Bild ab.

Das ist nicht mehr diese Mannschaft, die in der Vorbereitung und in den ersten Spielen so viel Spaß gemacht hat. Mit dieser Leistung geht‘s gegen den Abstieg. Mit nur sieben Punkten aus sieben Spielen ist die Zeit in der oberen Tabellenhälfte schon vorbei.

Dabei war Thomas Schaaf voll auf Sieg eingestellt gewesen: Zumindest schickte er exakt die Startelf ins Rennen, die den letzten Dreier geholt hatte – vor anderthalb Wochen in Freiburg. So mussten nach der Bayern-Pleite am Sonntag Theodor Gebre Selassie und Nils Petersen auf die Bank, dafür standen Lukas Schmitz und Joseph Akpala auf dem Rasen in der mit 28 133 Zuschauern längst nicht ausverkauften SGL Arena. Da hatten wohl viele Augsburger den Glauben an ihr Team verloren. Doch der Tabellenletzte ließ gleich aufhorchen: Flanke Paul Verhaegh, Kopfball Tobias Werner – 1:0. Und das nach nur 94 Sekunden. Werder hatte total gepennt – speziell Kapitän Clemens Fritz.

FC Augsburg gegen Werder Bremen

Der SV Werder Bremen ist beim FC Augsburg zu Gast. © nph
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © dpa
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © dpa
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © dpa
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
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Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph
Der SV Werder Bremen verliert beim FC Augsburg mit 1:3. © nph

Die Gäste waren geschockt, kamen kaum in Strafraumnähe. Wenn doch, dann vergaben Marko Arnautovic (15.) und Akpala (16.) kläglich. Da mussten schon eine Standardsituation und ein dicker Patzer von Augsburgs Ersatzkeeper Mohamed Amsif her. Der Jentzsch-Vertreter ließ eine – zugegeben scharfe – Freistoß-Hereingabe von Kevin De Bruyne über den Handschuh ins Netz flitzen – 1:1 (19.).

Werder jubelte – und patzte hinten weiter. Sokratis‘ Einladung zur erneuten FCA-Führung schlug Knowledge Musona noch aus (20.). Stephan Hain machte es zwölf Minuten später besser – und durfte sich nach seinem 2:1-Führungstreffer gleich bei einem halben Dutzend Bremern bedanken. Akpala hatte den Ball vorne hergeschenkt, die Kollegen Schmitz, Fritz, Prödl und Sokratis waren anschließend praktisch nur Zuschauer – und Keeper Sebastian Schmitz machte auch noch die kurze Ecke frei. Ein ganz, ganz schlimmer Gegentreffer! Und was die Geschichte noch bitterer machte: Für seine bisherigen zwei Saisontreffer hatte der FCA sechs (!) Spiele benötigt, gegen Bremen reichte eine gute halbe Stunde.

Die Noten: Werder Bremen - Augsburg

Da möchte man im Boden versinken... Die Noten zum Spiel Werder Bremen gegen Augsburg © nordphoto
Sebastian Mielitz: Der erste Ball war gleich drin. Schlechter kann es für einen Torwart nicht beginnen. Und es ging schlimm weiter. Beim 1:2 schlug es im kurzen Eck ein – da gerät ein Torwart immer in den Verdacht, nicht richtig positioniert gewesen zu sein. Ganz sicher war er das beim 1:3, als der Freistoß im Torwart-Eck einschlug. Ohne Worte sein umständlicher Ausflug gegen Petrzela, nur der Pfosten verhinderte das 1:4. Note 5,5 © nordphoto
Clemens Fritz: Der Kapitän verteidigte zunächst wieder auf rechts. Er tat es sehr mangelhaft. Beim frühen 0:1 befand sich Fritz noch im Tiefschlaf, ließ Tobias Werner entwischen. Wanderte nach Gebre Selassies Einwechslung nach links, war aber auch dort kein echtes Hindernis. Note 6 © nordphoto
Sebastian Prödl: Sorgte beim 1:1 für die entscheidende Irritation im Augsburger Strafraum. © nordphoto
Dem allgemeinen Durcheinander in der Bremer Defensive stand er insgesamt hilflos gegenüber. Note 4,5 © nordphoto
Sokratis: Abwehrorganisator? Eher Ausputzer. Aber einer mit Schwächen. In der 20. Minute stoppte Sokratis den Ball sogar einschussbereit für Musona an. Beim 1:2 wollte er auf Abseits spielen, konnte Hain dann nicht einfangen. Note 4,5 © nordphoto
Lukas Schmitz (bis 45.): Hätte das 0:1 im Ansatz verhindern können, wenn er den Diagonalpass von Klavan konsequent geklärt hätte. Schmitz marschierte oft sorglos nach vorne, wurde dann abgegrätscht. Er war ein Gefahrenherd fürs eigene Team. Die Ausgewechslung folgerichtig. Note 6 © nordphoto
Zlatko Junuzovic: Zu 80 Prozent liegt es sicher am System, dass sich der Gegner 30, 40 Meter vor dem eigenen Tor – dort, wo Junuzovic als „Sechser“ aufräumen muss – meistens frei entfalten kann. Zu 20 Prozent aber auch an Junuzovic, dessen Ausrichtung mitunter zu offensiv ist. Note 5 © nordphoto
Aaron Hunt: Gab dem Spiel diesmal kaum Impulse. Beste Szene in Halbzeit eins war eine Flanke auf Arnautovic (15.). Note 5 © nordphoto
Kevin De Bruyne: Zunächst auffälliger als Hunt – und das nicht nur wegen seines Freistoßtores aus 48 Metern (!) Entfernung. Das war zwar etwas glücklich, aber der Ball muss auch so getreten werden, dass er ins Tor fällt. Nach dem erneuten Rückstand fiel aber auch ihm nichts mehr ein. Note 4 © nordphoto
Marko Arnautovic (bis 67.): Seine Torlos-Uhr stand bei 527 Minuten, als in Augsburg der Anpfiff ertönte. Sie tickte auch noch weiter, nachdem ihn Hunts Flanke erreicht hatte, Arnautovic mit einer feinen Abnahme aber das Tor verfehlte. Danach gelang ihm nichts mehr – jetzt stehen 594 Minuten auf der Uhr. Note 6 © nordphoto
Eljero Elia (bis 62.): Eine schöne Roncalli-Nummer, als er drei Augsburger austanzte (11.), doch ansonsten gelang ihm nur wenig. Musste wieder vorzeitig raus – diesmal ohne Frust-Tritt gegen eine Getränkeflasche. Note 5 © 
Joseph Akpala: Erste Wahl als einzige Spitze – doch Akpala strahlte keine Gefahr aus. Der Abschluss nach 16 Minuten und aus 16 Metern? Zu lasch. Außerdem könnte Akpala im Antritt deutlich giftiger sein. Note 6 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie (ab 46.): Übernahm die rechte Abwehrseite, sorgte aber nicht für mehr Sicherheit in der Viererkette. Note 4 © nordphoto
Niclas Füllkrug (ab 62.): Seine Unbekümmertheit sollte Werder helfen. Der Versuch scheiterte. Note - © nordphoto
Nils Petersen (ab 67.): Kam als letzte Hoffnung und spielte Rechtsaußen. Note - © nordphoto

Trotzdem: Schaaf reagierte erst zur Pause und beließ es dabei, Gebre Selassie für den verwarnten Schmitz zu bringen. Es änderte sich nichts. Werder war viel zu harmlos. Niclas Füllkrug sollte es besser machen, kam nach einer Stunde für den enttäuschenden Elia. Doch gefährlich wurde es nur vor dem Bremer Tor: Mielitz rettete gegen Verhaegh, wäre aber beim Nachschuss von Musona chancenlos gewesen. Doch der Augsburger jagte die Kugel am leeren Tor vorbei (64.). Nur deshalb blieben die Gäste im Spiel.

Schaaf zückte mit Nils Petersen seinen letzten Trumpf und erlöste das Spiel von Arnautovic (67.). Leider nur von ihm, mehr Wechsel sind nun einmal nicht erlaubt. So stümperten die Gäste weiter durch die Partie, machten Fehler über Fehler. Wie Mielitz, der Daniel Baier einen 23-Meter-Freistoß in die Torwartecke verwandeln ließ. 3:1 (73.). Die Augsburger konnten ihr Glück kaum fassen. Und mit ein wenig mehr Konsequenz im Abschluss hätten die bayerischen Schwaben noch viel mehr Tore schießen können. · kni

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