Werder sucht einen Außenverteidiger – Dutt intern, Eichin extern

Die Augen links: Wo ist der Schmitz-Ersatz?

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Beim Pressschlag mit Moritz Volz hat sich Lukas Schmitz einen Fußwurzelbruch zugezogen. ·

Zell - Die Meldung war nur Sekunden in der Welt, da klingelte in Zell am Ziller bereits das Telefon von Thomas Eichin. „Die ersten Angebote für Linksverteidiger sind schon eingegangen. Da sind die Agenten immer ziemlich schnell“, berichtete der Werder-Sportchef im Trainingslager der Grün-Weißen.

Doch noch steht gar nicht fest, ob der Bundesligist auf den mindestens sechswöchigen Ausfall von Lukas Schmitz (Fußwurzelbruch) mit einem Transfer reagieren wird. Möglicherweise wird das Problem mit Bordmitteln gelöst.

„Wir können sicherlich nicht noch drei Spieler holen, deshalb müssen wir uns genau überlegen, was wir machen“, sagte Eichin und nahm Trainer Robin Dutt in die Pflicht: „Er muss schauen, ob wir den Ausfall betriebsintern kompensieren können.“

Das hat Dutt natürlich schon gemacht. Florian Hartherz und Aleksandar Ignjovski seien „die ersten Anwärter“ auf den Posten von Schmitz, der nach den ersten beiden Trainingswochen offenbar erste Wahl war. Aber der neue Coach will im Kader noch einmal genau nachschauen. Vielleicht versteckt sich da einer, der bislang gar nicht wusste, ein guter linker Verteidiger zu sein. „So einer kann auch aus dem Sturm kommen. Ich werde die nächsten Spiele dazu verwenden, alle theoretischen Optionen zu testen“, kündigte Dutt an.

Parallel dazu soll Eichin den Markt sondieren. Das Angebot an guten Linksverteidigern ist allerdings überschaubar. Werder hat seit Jahren Probleme auf dieser Position. „Jeder Verein sucht so einen Spieler. Es gibt im Fußball nun einmal weniger Links- als Rechtsfüßer“, sagte Eichin, betonte aber zugleich: „Wir dürfen jetzt nicht in Aktionismus verfallen.“

Eigentlich hatten Eichin und Dutt das noch vorhandene Geld für einen Stürmer vorgesehen. Würde jetzt ein Linksverteidiger geholt, wäre wohl kein weiterer Transfer mehr möglich. Es sei denn, Eichin findet eine günstige Lösung – eine Ausleihe zum Beispiel.

Werder-Abschlusstraining im Zillertal

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Auf eine schnelle Rückkehr von Schmitz kann Werder jedenfalls nicht bauen. Nach seiner Operation, bei der ihm ein Nagel in den lädierten Fuß eingesetzt wird, muss er mindestens sechs Wochen pausieren. Weil er dadurch die komplette Vorbereitung verpasst, wird es dauern, ehe der 24-Jährige wieder voll einsatzfähig ist. Immerhin geht es ihm nach dem folgenschweren Pressschlag im Testspiel gegen 1860 München (1:1) schon wieder etwas besser.

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„Der erste Schock ist vorbei. Erst habe ich gedacht, dass die Welt untergeht. Jetzt fühlt sich der Fuß aber schon etwas besser an, und ich schaue vorsichtig optimistisch in die Zukunft“, ließ Schmitz gestern über seinen Club ausrichten. Schon am Vormittag war er nach Bremen abgereist, wo er im Klinikum-Mitte behandelt wird. Zuvor hatte ihm Dutt noch einen Tipp gegeben: „Ich habe ihm gesagt, er soll jetzt drei, vier Tage niedergeschlagen bleiben und dann mit aller Euphorie die Reha angehen.“ · kni

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