Starke Bremer schaffen nur 1:1 gegen Stuttgart

Aufholjagd ohne Fortsetzung

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Werder hatte gegen den VfB Stuttgart im eigenen Stadion nur ein 1:1 (1:1) hinbekommen und muss deshalb trotz einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage weiter um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fürchten.

BREMEN - von Björn Knips. Nach dem Schlusspfiff überall das gleiche Bild: Hauptdarsteller wie Zuschauer des SV Werder Bremen schauten sich an und wussten nicht so Recht, was sie von diesem Ergebnis halten sollten.

Werder hatte gegen den VfB Stuttgart im eigenen Stadion nur ein 1:1 (1:1) hinbekommen und muss deshalb trotz einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage weiter um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fürchten. Doch die Art und Weise, wie dieses Remis gestern Nachmittag zustande kam, macht Mut: Werder lag zurück, stand aber wieder auf und war schließlich die klar bessere Mannschaft in diesem Sechs-Punkte-Spiel.

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:1

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:1

„Es ist wirklich schade, wir hätten zwei Punkte mehr haben müssen, Aber wir müssen uns heute wirklich keinen Vorwurf machen – außer, dass wir das zweite Tor nicht gemacht haben“, analysierte Torsten Frings fast wortgleich mit allen anderen Bremern die zeitweise überraschend einseitige Partie.

Danach hatte es zu Beginn gar nicht ausgesehen. Werder kam nur schwer ins Spiel. Das galt ganz extrem auch für Denni Avdic, der erstmals in der Startelf stand und den gesperrten und verletzten Claudio Pizarro ersetzen sollte, aber nicht konnte. Stuttgart nutzte die Bremer Schläfrigkeit prompt aus: Nach einer maßgeschneiderten Flanke von Cristian Molinaro kam Pavel Progrebnyak völlig frei zum Kopfball, scheiterte zwar an Tim Wiese, doch Tamas Hajnal beförderte die Kugel geschickt per Aufsetzer über die Linie (13.). Ein Tiefschlag für die Gastgeber, bei denen Clemens Fritz vor der Flanke auf der rechten Seite allein gelassen worden war und Petri Pasanen anschließend im Strafraum den Überblick verloren hatte.

Die Noten

Die Noten: Werder Bremen - VfB Stuttgart

Es dauerte genau 16 Minuten, bis Werder wieder aufstand – und das in Person von Wesley: Der kleine Brasilianer hämmerte den Ball aus 25 Metern einfach mal drauf, zwang VfB-Keeper Sven Ulreich zu einer Glanzparade und stachelte mit wilden Armbewegungen die Bremer Fans im mit 40 500 Zuschauern ausverkauften Weserstadion an. Die Hütte wackelte, weil Werder nun das VfB-Tor geradezu belagerte. Doch Tim Borowskis Versuch kratzte Hajnal von der Linie (29.), und bei Sandro Wagners vermeintlichem Ausgleich war zuvor dessen Hand im Spiel gewesen (31.). Egal, denn Torsten Frings hatte kurz darauf mehr Glück: Der 22-Meter-Schuss des Kapitäns wurde unhaltbar von Stuttgarts Georg Niedermeier abgefälscht – 1:1 (35.). „Da haben wir mal wieder gezeigt, wie gefestigt wir mittlerweile sind und dass wirklich alle wissen, worum es geht“, schwärmte der Torschütze von der gelungenen Aufholjagd, der leider die Fortsetzung fehlte.

Werder gab zwar nun klar den Ton an, fand aber nicht die Taste für den nächsten Torjubel. Der starke Borowski, der später wegen einer Sprunggelenksverletzung runter musste, probierte es per Direktabnahme, Ulreich parierte, und den Abpraller schoss Avdic aufs nun torwartlose Gehäuse, doch auf der Linie wehrte Abwehrmann Serdar Tasci die Kugel noch ab (42.). „Da hätte ich wohl lupfen müssen“, gestand Avdic, der Sekunden nach seiner ersten Chance auch noch einen Kopfball auf die Latte setzte.

Was für ein Chancen-Feuerwerk, da reichte die 15-minütige Pause zur Erholung offenbar gar nicht aus. Beide Teams machten jedenfalls erst einmal sehr gemächlich weiter. Bei Stuttgart wuchs mehr und mehr die Erkenntnis: Mehr als ein Punkt ist hier heute nicht drin. Und Werder wollte nicht zu viel riskieren, um nicht später als Depp dazustehen. Chancen zum Sieg gab’s dennoch genügend – und das ausschließlich für Werder: Mikael Silvestre köpfte Tasci auf der Linie an (62.), Pasanen zielte – ebenfalls mit dem Kopf – knapp am Tor vorbei (82.), und in der Nachspielzeit brachte Wagner das Spielgerät aus vier Metern einfach nicht an Ulreich vorbei. „Der war wirklich überragend, und bei uns war irgendwie der Wurm drin“, meinte Clemens Fritz und gab sich ebenfalls hin- und hergerissen: „Wir müssen das positiv sehen und an das gute Spiel mit vielen Chancen denken. Mit dem Punkt können wir besser leben als mit einer Niederlage, aber eines ist auch klar: Wir brauchen noch einige Punkte.“ Die nächste Möglichkeit dazu gibt’s bereits am Freitag in Frankfurt.

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