Brasilianer hat mit Werder Großes vor

Auch Naldo auf Meister-Kurs

Trotz seiner Verletzung ist Naldo gut gelaunt: Denn der Brasilianer rechnet mit seiner baldigen Rückkehr ins Mannschaftstraining, und dann will er mit Werder Deutscher Meister werden.

Donaueschingen - Die Meister-Stimmen mehren sich. Erst gab Claudio Pizarro den Titel mit Werder Bremen als forsches Saisonziel aus, dann nahm Neuzugang Marko Arnautovic das „M-Wort“ in den Mund – und jetzt auch Naldo.

„Das erste Ziel ist die Qualifikation für die Champions League. Das zweite, in diesem Jahr Deutscher Meister zu werden“, sagte der noch leicht angeschlagene Innenverteidiger, der nach seiner Knieverletzung zurück ins Mannschaftstraining drängt: „Ich spüre, wie es jeden Tag besser wird und glaube nicht, dass die Verletzung wieder auftritt.“

Am 17. April hatte er im Zweikampf mit Wolfsburgs Stürmer Grafite einen Schlag auf das rechte Knie bekommen, seither die Beschwerden. Er habe im Bundesliga-Endspurt aber „auf die Zähne gebissen, weil ich der Mannschaft helfen wollte“. Nach dem Saisonende ließ sich der 27-Jährige in Brasilien behandeln, fit war er zum Vorbereitungsstart Anfang Juli allerdings nicht. Viel mehr als Aquajogging, Radfahren und ein paar lockere Übungen mit dem Ball war bislang nicht möglich.

Dass Trainer Thomas Schaaf mit seiner Kritik an der mangelnden Einstellung in der Sommerpause auch ihn gemeint haben könnte, glaubt Naldo indes nicht: „Die Verletzung ist normal verlaufen. Ich habe in den Ferien meine Arbeit und keine Fehler gemacht.“ Seit Beginn der Vorbereitung trainiere er individuell „drei Mal täglich“, betonte Naldo, „auch, wenn das Team nichts macht“. Deswegen glaubt er, dass der Rückstand im Vergleich zu den voll powernden Teamkollegen nicht groß ist: „Ich werde nicht lange brauchen und schnell fit sein.“

Auch die Tatsache, dass er selbst und sein noch urlaubender Nebenmann Per Mertesacker einen großen Teil der Vorbereitung verpassen, bereitet Naldo keine Bauchschmerzen: „Wir kennen uns doch, sind eingespielt. Ich bin sicher, dass es gleich wieder läuft. Ich fühle mich gut, Per hat eine Super-WM gezeigt – und weil er dort lange im Einsatz war, ein hohes Fitnesslevel.“

Der Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins Halbfinale habe ihn „sehr gefreut“, aber auch „überrascht. Sie haben viele junge Spieler und waren so gut.“ Naldo selbst spielt in seinem Nationalteam, der brasilianischen „Selecao“, seit Jahren keine Rolle mehr. Doch Trainer Carlos Dunga ist seit WM-Ende weg. Als Nachfolger steht seit gestern Mano Menezes fest – und der lange Bremer Abwehrspieler hofft schon wieder ein bisschen: „Wenn ich bei Werder immer meine Leistung zeige, kann ich beim neuen Trainer wieder ein Kandidat werden.“

Ein ähnliches Schattendasein in der Heimat fristen zwei Landsleute: Diego und Wesley. Zum ehemaligen Teamkollegen Diego hat Naldo noch regen Kontakt – und weiß deshalb, dass eine Rückkehr in die Bundesliga (Wolfsburg soll Interesse haben) für den Spielmacher von Juventus Turin eher nicht in Frage kommt: „Er hat den Anspruch, sich in Turin durchzusetzen, will ‘was erreichen. Ich hoffe für ihn, dass er ein besseres Jahr haben wird.“

Werders Wunschspieler Wesley kennt Naldo dagegen (noch) nicht: „Ich habe ihn aber schon spielen sehen – er ist gut.“ Natürlich würde er sich über einen Landsmann im Team freuen, sagte der 27-Jährige, fügte aber gleich an: „In erster Linie geht’s um Qualität.“

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