„Ich denke, er bleibt bei Werder“ / Keine verlockenden Angebote für den Torjäger?

Auch Naldo glaubt an das Happy End im Pizarro-Poker

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Arm in Arm: Naldo (rechts) würde gerne weiterhin mit Claudio Pizarro (links) zusammenspielen. Noch immer ist aber nicht sicher, ob die beiden Südamerikaner in Bremen bleiben. 

Bremen - Claudio Pizarro lässt sich nicht drängen und Werder womöglich noch eine Zeitlang zappeln. Auf die Frage, ob er die Entscheidung über seine Zukunft trifft, bevor er zur peruanischen Nationalmannschaft reist (um den 20. Mai herum), antwortete der Torjäger gestern: „Es kann auch sein, dass es länger dauert.“

Dass die Bremer für ihre weiteren Personalplanungen ein Ja oder Nein zum Vertragsangebot über zwei Jahre brauchen, scheint den 33-Jährigen nicht sonderlich zu stören. Er wartet weiter unbeirrt ab und lässt sich dabei nicht in die Karten gucken.

Bei Werder mehren sich inzwischen allerdings die Stimmen, die vom Verbleib des 18-fachen Torschützen der gerade abgelaufenen Saison ausgehen. Sportchef Klaus Allofs hat schon mehrfach betont, dass die Bremer gute Karten in den Händen halten. Trainer Thomas Schaaf gab kürzlich Einblick in seine Gedankenwelt und urteilte: „Ich glaube: Er bleibt.“ Und nun reiht sich auch Naldo, der vor knapp zwei Wochen noch sehr skeptisch gewesen war, in die Reihe der Optimisten ein. „Ich denke, dass er bei Werder bleibt. Ich habe ein gutes Gefühl, seine Familie fühlt sich wohl in Bremen“, sagte der Brasilianer, der gerne weiter mit „Piza“ zusammenspielen würde. Dafür müsste der häufig wechselwillige 29-Jährige aber auch selbst bleiben – und danach sieht es, Stand gestern, aus. „Ich glaube, dass ich nächste Saison für Werder spiele. Denn hier habe ich noch ein Jahr Vertrag“, sagte Naldo, schränkte aber (mal wieder) ein: „Man weiß nie, was bis Ende August noch so alles passiert. Nächste Woche spreche ich erst mal mit Klaus Allofs über die Zukunft.“

Werder Bremens Saison in Bildern

Werders Bremens Saison 2011/2012 in Bildern

Seinem südamerikanischen Teamkollegen Pizarro will Naldo bei dessen Planungen weder reinreden („Es ist seine Entscheidung“) noch ihn für sein doch sehr langes Warten kritisieren: „Natürlich verstehe ich den Verein, dass er planen will. Aber Claudio ist sich eben offenbar noch nicht sicher, was er machen soll.“

Möglicherweise hofft Pizarro, der beste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte (160 Treffer in 333 Spielen), noch auf ein besseres Angebot aus den Topligen in England, Spanien oder Italien, wo die Saison am Wochenende vorbei ist – und hat bisher gar nicht so viele beziehungsweise keine Alternativen, die sportlich und finanziell attraktiver sind als Werder. Hier spielt er zwar erneut nicht international, dürfte aber weiterhin um die vier Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Das Interesse seines Ex-Clubs FC Bayern scheint jedenfalls immer mehr abzukühlen. Vor einigen Wochen schien eine Rückkehr nach München, wo er von 2001 bis 2007 spielte, schon fast besiegelt zu sein. Mittlerweile favorisiert der deutsche Rekordmeister offenbar andere und jüngere Kandidaten, die Backup für die einzige Spitze Mario Gomez geben könnten – etwa den französischen Nationalstürmer Olivier Giroud (25) aus Montpellier, der Kontakt zu Bayern bestätigt hat und auf der Wunschliste ganz oben stehen soll.

Ansonsten köchelt die Gerüchteküche im Fall Pizarro auf Sparflamme. Champions-League-Aspirant Borussia Mönchengladbach soll interessiert sein, aber diese Spekulation vom Kölner „Express“ hielt sich nicht lange. Zudem wurden mehrfach Clubs aus Katar sowie die Queens Park Rangers als mögliche neue Arbeitgeber ins Spiel gebracht. Aber dass Pizarro in den Wüstenstaat oder zu einem Club wechselt, der in der englischen Premier League am letzten Spieltag noch gegen den Abstieg kämpft, ist sehr schwer vorstelbar. Kurzum: Es spricht vieles für Werder! · mr

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