Auch nach den Ausleihen von Elia und Petersen fehlt das Geld für einen namhaften Transfer

Großer Einkauf? Wieder nicht!

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Thomas Eichin

Bremen - Eljero Elia verliehen, Nils Petersen verliehen – Werder hat zwei Kostenstellen geschlossen, den Gehaltsetat deutlich entlastet. Zudem kassiert der Club in beiden Fällen eine Leihgebühr.

Jetzt müsste doch etwas möglich sein auf dem Transfermarkt! Ist es aber nicht. Ein großer Transfer liegt laut Geschäftsführer Thomas Eichin trotz allem nicht im Bereich des Machbaren. „Ich habe keine drei Millionen Euro, die ich mal eben investieren kann“, sagt er. Denn der Aufsichtsrat hält sich mit der Aufnahme von Krediten für Spieler noch zurück.

Erst ist die Frage der Notwendigkeit zu klären. „Auf einer Position wird gezielt geguckt“, sagt Eichin und verrät: Um einen Offensivspieler geht es dabei nach der Ausleihe von Levin Öztunali nicht. „Im Sturm muss ich eher nichts mehr machen“, meint der Manager. Gerüchte um Namen wie Aleksandar Tonev (Aston Villa, verliehen an Celtic Glasgow) oder Rubin Okotie (1860 München) können folglich wieder weggepackt werden. Eichin geht es um einen Defensiven – um einen, der hilft, die Flut an Gegentoren (39 in 17 Partien) einzudämmen. „Aber im Moment ist nicht so viel auf dem Markt, dass wir zuschlagen müssten“, erklärt Eichin und wartet ab. Bis Ende Januar bleibt Zeit.

csa

Hinrundenzeugnis der Werder-Profis

Raphael Wolf: Ging erstmals als Nummer eins in eine Bundesliga-Saison, geriet aber in die Kritik, weil er nur 56 Prozent der Torschüsse abwehrte. Note 3,50 (16) © nordphoto
Santiago Garcia: Der Linksverteidiger hat an Dynamik verloren. Seine Passquote ist mit 61 Prozent angekommener Bälle die schlechteste im Team. Note 4,09 (16) © nordphoto
Alejandro Galvez: Im Mittelfeld zunächst fehlbesetzt. Blühte auf, als er unter Skripnik endlich Innenverteidiger spielen durfte. Note 3,62 (13) © nordphoto
Assani Lukimya: Zunächst gesetzt, dann warfen ihn Fehler aus der Bahn. Aber: Kein Bremer gewinnt so viele Zweikämpfe wie er (64 Prozent). Note 3,82 (10) © nordphoto
Sebastian Prödl: Erlebte eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen. Insgesamt Werders bester Verteidiger. Ab Spieltag 14 verletzt. Note 3,60 (10) © nordphoto
Clemens Fritz: Erst Rechtsverteidiger, dann im Mittelfeld. Zeigte erst im letzten Spiel gegen Dortmund, was er noch drauf hat. Note 3,85 (13) © nordphoto
Marnon Busch: Spielte sich nach drei Spieltagen überraschend in die Startelf, wurde dann durch Verletzung und Krankheit gestoppt. Note 3,80 (5) © nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Verpasste verletzt die erste Hälfte der Hinrunde. Seit seinem Comeback als Rechtsverteidiger gesetzt. Note 3,69 (8) © nordphoto
Luca Caldirola: Vom Stammspieler zum Notnagel – Caldirola ist ein Verlierer der Hinrunde. Wenn er spielte, spielte er meistens schlecht. Note 4,75 (6) © nordphoto
Felix Kroos: Mit dem Trainerwechsel kam seine Zeit. Wurde zur Stammkraft im defensiven Mittelfeld, agierte solide, ohne zu glänzen. Note 3,89 (9) © nordphoto
Cedrick Makiadi: Zunächst noch erste Wahl, mit der Dutt-Entlassung sank aber sein Kurs. Unter Skripnik nur noch Ersatz. Note 4,33 (8) © nordphoto
Zlatko Junuzovic: Drei Freistoßtore, sieben Assists: Junuzovic gehört zu den Top-Scorern der Liga. Ein Gewinner in der Krise und Bremens Bester. Note 3,15 (17) © nordphoto
Eljero Elia: Bekam von Dutt Chance um Chance und nutzte keine. Ein Spieler ohne Effektivität. Von Skripnik aussortiert. Note 4,62 (8) © nordphoto
Levent Aycicek: Die ersten Gehversuche in Liga eins sind gemacht. Aycicek glänzte gegen Paderborn, konnte das Niveau aber nicht halten. Note 3,50 (3) © nordphoto
Izet Hajrovic: Der WM-Teilnehmer hat große Anlaufschwierigkeiten in der Bundesliga. Er soll ein Riesentalent sein, gezeigt hat er es noch nicht. Note 4,64 (7) © nordphoto
Fin Bartels: Die Überraschung. Kam als Zweitligaspieler und wurde zur festen Größe in der Offensive. Quirlig, schnell, fleißig, gefährlich. Note 3,57 (15) © nordphoto
Franco Di Santo: Der Argentinier legte gewaltig los. Sechs Tore erzielte er in zehn Spielen, dann setzte ihn ein Außenbandriss außer Gefecht. Note 3,45 (11) © nordphoto
Davie Selke: Der Shootingstar! Der U 19-Europameister startete in den Heimspielen unter Skripnik durch (drei Tore), auswärts aber schwach. Note 3,70 (10) © nordphoto

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