„So stelle ich mir das vor“

Auch Makiadi wacht auf

Bremen - Selten hat sich eine Niederlage so positiv für Werder ausgewirkt – für die Mannschaft, aber auch für einen einzelnen Spieler. Seit seiner Einwechslung gegen Wolfsburg ist Cedric Makiadi nicht wiederzuerkennen.

Der Neuzugang aus Freiburg spielt endlich so, wie sich Werder das nach der drei Millionen Euro teuren Verpflichtung von Makiadi im Sommer gewünscht hatte. Beim 1:1 gegen Schalke gehörte er am Samstag im linken Mittelfeld zu den besten Bremern.

„So stelle ich mir das vor“, gesteht Makiadi und gönnt sich nur ein kurzes Lächeln. Er will diese persönliche Entwicklung nicht überbewerten und auf keine Fall zu groß machen: „Ich wusste immer, was ich kann. Deshalb habe ich auch nicht an mir gezweifelt. Und jetzt gibt es keinen Grund abzuheben.“

Der 30-Jährige ist total geerdet. Mit der Erfahrung von 202 Bundesliga-Spielen kann ihn kaum noch etwas aus der Ruhe bringen. Obwohl es ihn natürlich schon genervt hat, dass es mit Werder nicht lief. Umso größer ist die Freude, dass es jetzt auch fußballerisch besser klappt: „Das macht nicht nur den Fans mehr Spaß, sondern auch uns.“

Makiadi sieht die 1:3-Pleite gegen Wolfsburg ebenfalls als Schlüsselerlebnis an. „Wir haben das Problem offen angesprochen, dass wir viel zu schläfrig in diese Partie gegangen sind“, erinnert sich Makiadi und stellt zufrieden fest: „Wir sind jetzt wacher.“ Und nicht nur das. Die Mannschaft würde nun endlich auch spielerische Lösungen finden. „Das müssen wir bewahren“, fordert Makiadi – und nicht nur das: „Unsere 33 Punkte werden für den Klassenerhalt nicht reichen. Wir brauchen noch den einen oder anderen Sieg. Aber in unserer Verfassung ist das absolut möglich.“ · kni

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