Werders Offensivmann sieht morgen seinen Kumpel in Wolfsburgs Abwehr wieder

Wie und wo auch immer: Hunt freut sich auf Naldo

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Wiedersehen macht Freude – und Werders Aaron Hunt (links) hofft, dass er nach dem morgigen Duell mit Kollege Naldo, inzwischen im Dress des VfL Wolfsburg, ebenfalls gut lachen hat.

Bremen - Selbst, wenn Naldo gewollt hätte: Gestern hätte der Ex-Bremer, inzwischen Abwehrchef des VfL Wolfsburg, keinen Blick auf den mit einer zusätzlichen Plane verhängten Trainingsplatz am Weserstadion erhaschen können.

Ganz abwegig wäre ein Besuch des Brasilianers bei seinen einstigen Kollegen nicht gewesen, denn „er kommt ab und zu mal nach Bremen – und da läuft man sich dann über den Weg“, verrät Werders Offensivmann Aaron Hunt. Morgen allerdings gibt's ein Wiedersehen in Wolfsburg – wenn Werder ab 18.30 Uhr in der Volkswagen-Arena beim VfL antritt.

Hunt freut sich drauf, und er freut sich über die insgesamt guten Leistungen seines Kumpels: Dass der Brasilianer zu den „Eckpfeilern“ im Team zählt, wie Wolfsburgs Manager Klaus Allofs jüngst unterstrich, „hat mich nicht überrascht: Ich weiß, dass Naldo ein Super-Spieler ist. Er hat eine gute Form. Ich hoffe nur, dass er am Samstag nicht so eine gute Form hat“, wünscht sich Hunt – und grinst. Denn irgendwie dürfte er es mit dem 31-jährigen Abwehrchef zu tun bekommen, wie auch Werder-Trainer Robin Dutt bereits durchblicken ließ: „Sicher wird Aaron an Naldo denken – zunächst aber nicht privat, sondern, wie er ihn am besten stehen lassen kann.“

Die Frage ist nur, ob von seiner angestammten Position aus dem offensiven Mittelfeld, als „falscher Neuner“ oder gar im Sturmzentrum. Dem 27-Jährigen wäre es egal: „Wir haben schon häufiger mal so trainiert, dass ich ganz vorn spiele.“ Auch das System mit der „falschen Neun“ „haben wir schon ein-, zweimal gespielt. Von daher wäre es ein Vorteil für uns, weil wir unberechenbarer als mit einem Stoßstürmer wären.“

Allerdings stellt Hunt klar, dass die Mannschaft als Kollektiv die Lücke im Angriff füllen müsse: „Nils hat zuletzt seine Treffsicherheit gezeigt“, sagt Hunt über den dreifachen Torschützen Petersen, der nun mit einem Innenbandanriss ausfällt: „Diese Möglichkeit haben wir jetzt nicht mehr, also müssen wir eine andere Lösung finden.“ Allenfalls Torwart Sebastian Mielitz nimmt Hunt aus der Verantwortung, „die anderen zehn Spieler können ruhig ein Tor schießen.“

Damit meint er auch sich selbst: „Natürlich würde ich auch gern mal wieder treffen“, gesteht der in dieser Saison bisher leer ausgegangene Hunt: „Aber wenn es nicht klappt, geht davon die Welt nicht unter. Hauptsache, wir fahren trotzdem die Punkte ein.“

Der 27-Jährige räumt zwar ein, dass es „keine leichte Aufgabe für uns wird. Denn nicht jeder Verein hat die Möglichkeit, für 18 oder 20 Millionen Euro Spieler zu kaufen. Wolfsburg ist eine Super-Mannschaft, aber in der funktioniert anscheinend noch nicht alles – das ist die Chance für uns, etwas mitzunehmen.“ Als nur ein Beispiel nennt er die momentane Punktgleichheit von Werder und Wolfsburg. „Wir sind also auf Augenhöhe.“

Für das anschließende Treffen zwischen ihm und 1,98-Meter-Mann Naldo gilt dies freilich nicht: „Ich hoffe, wir haben hinterher ein bisschen Zeit“, sagt Aaron Hunt. Die Dauer des Smalltalks, das ahnt der Bremer jedoch, hängt freilich vom Ergebnis „und der jeweiligen Laune“ ab…“ · ck

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