Erst Augsburg, dann Mainz – zwei Heimspiele mit großer Bedeutung

Attacke im Weserstadion: Werder will das Maximum

Bremen - von Carsten Sander und Malte Rehnert. Der Mann, der die Europa League für seine Zukunft zum Zünglein an der Waage macht, spricht wieder Klartext. „Die kommenden zwei Spiele“, sagt Verteidiger Sokratis, „sind die wichtigsten der bisherigen Saison.“

Was er meint: In den Heimspielen gegen den FC Augsburg morgen (15.30 Uhr) und eine Woche später gegen Mainz 05 kann Werder Bremen einen Riesenschritt Richtung Europa machen. „Sechs Punkte sind unser Ziel. Dafür müssen wir alles geben“, fordert Sokratis.

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Er wird es tun. Wie immer. Der Grieche, der nur bei Erreichen des internationalen Wettbewerbs sicher bei Werder bleiben will, ignoriert für das große Ziel sogar seine Oberschenkelprobleme. Noch am Mittwoch hatte er das Training vorzeitig abgebrochen, gestern stand er aber wieder auf dem Platz. „Ich merke zwar noch ein bisschen was, aber ich kann spielen“, sagte er schon vor dem Training und haute sich anschließend voll rein. Alles für drei Zähler gegen Augsburg, denen weitere drei gegen Mainz folgen sollen. Sokratis’ Rechnung sieht so aus: „Wenn wir jetzt von 39 auf 45 Punkte kommen, haben wir noch sechs Spiele, um die 50 zu erreichen.“ Und das sollte dann genügen, um mindestens auf Rang sieben, dem neuen Bonus-Platz, zu landen. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison sammelte der Abschluss-Siebte nur 46 Zähler.

In seiner Kalkulation steckt natürlich auch der Gedanke an die noch ausstehenden Partien gegen die Spitzenteams aus Mönchengladbach, München und von Schalke 04. In diesen Duellen auf die maximale Ausbeute zu hoffen, wäre verwegen. Dann besser gegen Augsburg und Mainz – sagt auch Francois Affolter, Sokratis’ Kompagnon in der Innenverteidigung: „Gegen die Top-Mannschaften wird es sehr schwierig. Die, die jetzt kommen, sind etwas einfachere Gegner.“

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Aber mit den vermeintlich einfachen Gegnern hat Werder in der Rückrunde mehr als nur Probleme gehabt. Gegen den 1. FC Nürnberg und Hertha BSC erlebten die Bremer jeweils 0:1-Blamagen, gegen Kaiserslautern und Freiburg reichte es nur zu Unentschieden. Es wanderten mehr Punkte in den Müll als aufs Konto. Und die Rückschläge erhöhen den Erfolgszwang nun gewaltig. „Der Druck ist da“, gibt Trainer Thomas Schaaf zu, behauptet aber: „Wir können mit der Situation umgehen.“ Weitere Ausführungen seinerseits? Nur noch das: „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir wieder vorweg gehen.“

Die Chance besteht. Wenn Leverkusen morgen auf Schalke verlieren oder unentschieden spielen sollte und Bremen Aufsteiger Augsburg bezwingt, wäre Rang fünf zurückerobert. Der verheißt den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League, Platz sechs und sieben sind mit Qualifikationsspielen verknüpft. Logisch, was Werder am meisten beliebt. „Wir sind auf die Fünf fokussiert“, sagt Affolter und betont: „Die nächsten beiden Spiele sind die entscheidenden.“

So hoch schraubt Werder-Chef Klaus Allofs die Bedeutung des Heimspiel-Doppelpacks zwar nicht, doch auch er sagt: „Wir können nicht hoffen, dass die anderen nicht punkten. Es ist für uns ein Muss, selbst zu punkten.“ Das gilt auch noch für das folgende Auswärtsspiel beim 1. FC Köln, „da sollte es ebenfalls so sein“, meint Allofs. Weiter nach vorne will er aber nicht blicken. Aus gutem Grund: Nach Köln beginnt mit der Partie gegen Mönchengladbach der hammerharte Endspurt. · csa/mr

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