„Ich bin den 100 Prozent sehr nahe“

Johannsson zwingt sich zur Geduld

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Aron Johannsson kam in der aktuellen Saison erst wenige Male zum Einsatz. Das will der Isländer zukünftig ändern.

Bremen - Ein bisschen nachlässig ist Aron Johannsson nur, wenn es um seine Haare geht. Die sind inzwischen etwas länger geworden, „weil ich oft zu faul bin, um zum Friseur zu gehen. Da muss ich dringend mal wieder hin“, sagt der 25-Jährige und lächelt.

Auf dem Trainingsplatz dagegen lässt er sich nicht hängen. „Er macht und tut, gibt im Training alles“, meint der neue Co-Trainer Markus Feldhoff. Und dennoch reichte es bei Johannsson in den vergangenen Wochen nicht für die Startelf. Coach Alexander Nouri ließ stets Ousman Manneh beginnen. Der US-Isländer saß erst auf der Tribüne (Rotsperre), war dann ein Mal (in Darmstadt) gar nicht im Kader und drückte anschließend die Ersatzbank. An mangelndem Ehrgeiz liegt es demnach nicht, ein Grund für die Reservisten-Rolle ist die lange Zwangspause – und die damit verbundenen, noch nicht komplett aufgearbeiteten Defizite.

„Ich kenne seine Ausdauer- und Fitnessdaten. Er muss sicherlich noch ein bisschen aufholen“, sagt Feldhoff und ergänzt: „Wenn man so lange raus war, steckt das keiner so einfach weg.“ Johannsson war ab September 2015 wegen einer Nervenirritation im Hüftbereich (inklusive OP) über elf Monate ausgefallen und hatte Ende August im Spiel beim FC Bayern (0:6) sein Pflichtspiel-Comeback gegeben.

Er selbst gibt auch zu, noch nicht wieder topfit zu sein. „Aber ich bin den 100 Prozent mittlerweile sehr nahe. Und ich kann wieder hart trainieren und fühle mich gut danach.“ Was ihm fehle, sei die Spielpraxis, um den richtigen Rhythmus zu finden. „Natürlich bin ich nicht glücklich darüber, auf der Bank zu sitzen. Ich will jede einzelne Minute spielen“, betont Johannsson und spricht von einer „schwierigen Situation. Normalerweise bin ich kein geduldiger Mensch, aber jetzt muss ich geduldig sein und hart arbeiten. Ich kann nur alles geben, um mich aufzudrängen.“

Extra-Schusstraining hat er bereits gemacht – allerdings nur auf dem Freimarkt. Und nicht mit dem Ball. Johannsson: „Ich war schon drei Mal da und habe versucht, beim Schießen mit dem Gewehr und der Armbrust Preise zu gewinnen.“ Offenbar blieb es beim Versuch . . .
mr/kni

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