Nach Testspiel gegen Heerenveen

Johannsson: Alles wie immer?

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Aron Johannsson ließ gegen den SC Heerenveen einige Chancen liegen, sein Pfostentreffer bereitete immerhin das 1:1 durch Lamine Sane vor.

Bremen - 27 Jahre alt ist Aron Johannsson am Freitag geworden. Dazu noch einen dicken Glückwunsch! Ob es der Stürmer des SV Werder wegen seines Geburtstages krachen lässt, ist nicht bekannt.

Fakt ist allerdings, dass es für ihn Gründe gibt, zurückhaltend, aber doch optimistisch auf eine bessere Zukunft anstoßen zu dürfen. Denn Interimstrainer Florian Kohfeldt ist festen Willens, den Isländer wieder aus dem „Wird-nicht-mehr-benötigt-Regal“ zu holen und ihm eine neue, vielleicht letzte Chance in Bremen zu geben. Dann muss Johannsson aber auch liefern.

Das Testspiel gegen den SC Heerenveen am Donnerstag war so eine Gelegenheit. Guter Gegner, große Testphase – und Aron Johannsson kam zur zweiten Halbzeit aufs Feld. Hinterher sagte Kohfeldt, dass er zufrieden war mit dem Angreifer. „Er war top-engagiert und hat sehr gute Aktionen gehabt. Es waren auch Fehler dabei, aber jeder hat gesehen, dass er seine Chance nutzen möchte.“

Johannsson ließ gegen Heerenveen wieder Chancen liegen

Allerdings gilt für Johannsson wie für jeden anderen Stürmer: Um seine Chance zu nutzen, muss er seine Chancen nutzen. Die vor dem gegnerischen Tor natürlich. Und das hat er am Vorabend seines Geburtstages einmal mehr nicht getan. Immerhin war sein Pfostenschuss in der 67. Minute die Vorlage zum 1:1 durch Lamine Sane.

Doch davor und danach ließ Johannsson in zwei Eins-gegen-eins-Situationen mit Heerenveen-Keeper Warner Hahn Vollstrecker-Qualitäten vermissen. Und es muss mit etwas Argwohn gefragt werden, was Coach Kohfeldt eigentlich gemeint hat, als er über Johannssons Leistung urteilte: „Aron hat gezeigt, was er, seit ich dabei bin, auch gezeigt hat.“

Aron Johannsson: Seine Karriere in Bildern

Aron Johannsson
Die Karriere von Aron Johannsson hatte beim isländischen Club Fjölnir Reykjavik begonnen. Von dort ging es 2010 zum Aarhus GF in der dänischen Liga. Nach einer guten Hinrunde wechselte er im Winter 2013 schließlich zu AZ Alkmaar. © imago
Aron Johannsson
Die ersten Spiele der Rückrunde 2012/13 verpasste Johannsson wegen Leistenproblemen, konnte in den letzten sechs Partien aber noch drei Treffer erzielen. Beim Pokalsieg der Niederländer wurde er kurz vor Schluss eingewechselt. © imago
Aron Johannsson
In der folgenden Saison kam der Stürmer deutlich besser in den Tritt, erzielte in 32 Pflichtspielen 17 Tore. In der Europa League rückte er mit seiner Mannschaft bis ins Viertelfinale vor, im niederländischen Pokal bis ins Halbfinale. © imago
Aron Johannsson
Obwohl er fast die Hälfte der Saison 2014/15 wegen einer Knöchelverletzung und einer Leistenoperation verpasste, traf er neun Mal.  © imago
Aron Johannsson
Vor der Saison 2015/16 wechselte Aron Johannsson dann von Alkmaar zu Werder Bremen. © nph
Aron Johannsson
Dort sollte er den zu Schalke abgewanderten Franco di Santo ersetzen. © nordphoto
Aron Johannsson
Nach sechs Bundesliga-Einsätzen und zwei Toren fiel er jedoch für den Rest der Saison mit einer Hüftverletzung aus. © Gumz
Aron Johannsson
Die Saisonvorbereitung 2016/17 konnte er wieder voll absolvieren und stand in Testspielen auf dem Platz. © Gumz
Aron Johannsson
Auch beim Saisonauftakt gegen den FC Bayern war Johannsson dabei, im dritten Spiel sah er aber die Rote Karte und war für zwei Spiele gesperrt. Anschließend kam er nur zu Kurzeinsätzen und stand teilweise nicht einmal im Kader. © Gumz
Aron Johannsson
Für Belustigung sorgte Johannsson beim Mannschaftsfoto 2017: Gemeinsam mit Kollege Max Kruse entschied er sich für eine extravagante Frisur. © Gumz
Aron Johannsson
In den ersten zehn Spielen der Hinrunde 2017/18 stand er dann aber nur drei Minuten auf dem Platz und wurde ansonsten nicht berücksichtigt. © Gumz
Aron Johannsson
Johannsson wurde in den USA geboren, hat die isländische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er entschied sich, für das Nationalteam der USA aufzulaufen und nahm 2014 an der Weltmeisterschaft teil.  © imago

Quelle: DeichStube

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