Arnautovic wird auffällig – positiv und negativ

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Jubel nach seinem Elfmetertor für Peru: Claudio Pizarro.

Bremen - Die beste Nachricht des Wochenendes kam aus Peru: Claudio Pizarro hat den ersten Teil des Länderspiel-Doppelpacks gegen Bolivien unbeschadet überstanden. Mehr noch: Der Werder-Torjäger steuerte in Lima den Treffer zum 2:2-Endstand per Elfmeter bei.

Debakel gegen Deutschland, aber trotzdem ein Gewinner: Marko Arnautovic.

Allerdings muss bis zur Rückkehr nach Bremen noch ein bisschen um Pizarro, der sich im Sommer bei der Nationalmannschaft Perus einen Innenbandriss zugezogen hatte, gezittert werden. Denn heute trifft er mit seiner Landesauswahl erneut auf Bolivien – diesmal in der Höhe von La Paz. „Mir wäre es am liebsten, er würde dieses zweite Spiel nicht absolvieren. Aber darauf habe ich leider keinen Einfluss“, sagte Werder-Coach Thomas Schaaf, der seinen Top-Stürmer natürlich gesund zurück haben will. Was natürlich auch für den immer kleiner werdenden Rest der Bremer Nationalspieler gilt. Unklar ist, weshalb der Grieche Sokratis beim 1:0-Sieg seines Landes in Israel nicht im Kader stand. Mehmet Ekici wurde beim mühevollen 2:1-Erfolg der Türkei über Kasachstan nach 51 Minuten und einer unauffälligen Leistung ausgewechselt.

Aufgefallen war Marko Arnautovic am Freitag schon, aber auch untergegangen. Bei dem 2:6 Österreichs gegen Deutschland erzielte er den einen Treffer selbst und bereitete den zweiten durch den Ex-Bremer Martin Harnik perfekt vor. Persönliche Erfolgserlebnisse zwar, aber nichts, wofür sich der eigentlich für ein ausgeprägtes Ego bekannte Arnautovic feiern lassen will. „Das nützt doch alles nichts, wir haben verloren. Und daran sind wir alle schuld. Das müssen wir untereinander klären“, sagte Neu-Teamplayer Arnautovic, der im Vorfeld des Spiels noch einen Maulkorb verpasst bekommen hatte. Nach Abpfiff durfte er wieder reden und teilte mit: „Es ist alles geklärt, wir sind alle wieder Freunde.“ Aber deshalb längst nicht alle gleich. Denn zum Treffen der Mannschaft vor dem Abflug nach Gelsenkirchen war Arnautovic als Einziger im privaten Outfit mit Jeans und Turnschuhen, statt im offiziellen Teamanzug erschienen. Offizielle Erklärung des Verbandes: Arnautovic hat nicht in die Anzughose gepasst… Inoffiziell gilt: Arnautovic hat schlicht alles in Bremen vergessen.

Hans Rinner, Chef der österreichischen Bundesliga fand das überhaupt nicht witzig: „Wäre ich Teamchef, würde ich dem Burschen deutlich zu verstehen geben, dass er eine Stunde Zeit hat, um sich umzuziehen – oder er bleibt daheim…“  csa

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