Entschuldigung bei den Kollegen? „Ich werde da gar nichts machen“

Arnautovic will keine Brücke bauen

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Marko Arnautovic trainierte gestern gemeinsam mit Eljero Elia.

Bremen - Suspendiert bis Saisonende – wie gehen Marko Arnautovic und Eljero Elia damit um? Auf diese Frage gibt es eine relativ simple Antwort: sie schmollen.

Nachdem Arnautovic am Dienstag noch ohne Elia (weilte angeblich in der niederländischen Heimat) geübt hatte, absolvierten sie gestern gemeinsam und pflichtgemäß ihr Extra-Training. Unter Anleitung von Fitnesscoach Reinhard Schnittker kickten sie ein paar Bälle hin und her, umdribbelten Stangen, schlugen Flanken. Alles schön im Freizeittempo. Weshalb sollen sie sich auch schinden? Die Saison ist für sie vorbei.

Und damit vielleicht sogar die Zeit bei Werder. Die Folge ihres diszplinlosen Verhaltens und der konsequenten Reaktion des Clubs könnte im Sommer die Trennung sein. Noch gehen beide dem Thema aus dem Weg. „Keine Ahnung, was passiert“, meinte Arnautovic (Vertrag bis 2014), der in dieser Angelegenheit nur minimal auskunftsfreudiger ist als Elia: „Ich habe nichts zu sagen.“ Via Twitter verbreitete der Niederländer (Vertrag bis 2016) dagegen ein „Sorry an die Fans“. Ein Anflug von Demut also.

Beide bestätigten gestern, dass sie ihre Verbannung aus dem Bundesliga-Kader bei der U 23 verbringen und künftig mit dem Regionalliga-Team trainieren werden. „Diese Möglichkeit haben sie, die Entscheidung haben wir ihnen überlassen“, sagte Sportchef Thomas Eichin.

Sondertraining für die Suspendierten

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Bei den Profis sind die Nachtschwärmer dagegen definitiv nicht erwünscht. Die sportliche Leitung hat so entschieden. Und die Kollegen nehmen den Beiden ihr unprofessionelles Verhalten in einer prekären sportlichen Lage übel. „Das ist deren Meinung“, brummte Arnautovic und machte klar, dass er sich nicht entschuldigen, keine Brücken zurück in den Mannschaftskreis bauen will: „Ich werde da gar nichts machen.“ Der Trotz tröpfelte aus jeder Silbe.

Dass er suspendiert ist, nimmt der Österreicher hin und wagt es nicht, seine Meinung kundzutun. Ebenso wenig Elia. „Die Situation ist wie sie ist“, sagte Arnautovic und kündigte an, dass er „trotz allem“ in den letzten drei Spielen hinter der Mannschaft stehen wird: „Ich gehe Samstag natürlich ins Stadion.“ Reinlassen werden sie ihn – so weit geht die Ausgrenzung dann doch nicht. · csa

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