Absage an West Ham United

Arnautovic wartet auf einen Topclub

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Energydrinks für bessere Laune? Marko Arnautovic schleppte gestern eine ganze Palette davon zu seinem Auto.

Bremen - Neben ihm herrschte die pure Fröhlichkeit, bestgelaunte Menschen strömten am heißesten Tag des Jahres ins Stadionbad. Doch Marko Arnautovic machte gestern Mittag ein Gesicht wie zehn Tage Regenwetter, als er am Weserstadion von seiner Frau abgeholt wurde.

Der Österreicher ist schwer gefrustet. Es läuft einfach nicht. Bei Werder ist der Nationalspieler nur Ersatz und Angebote gibt es nicht – wie gewünscht – von europäischen Topclubs, sondern nur vom letztjährigen Tabellenzehnten der Premier League West Ham United.

„Ich sage nichts“, murmelte Arnautovic und brauste davon. Etwas auskunftsfreudiger war da Thomas Eichin. „Es gab Gespräche mit West Ham“, bestätigte der Werder-Sportchef: „Aber die gibt es immer wieder. Marko Arnautovic ist immer wieder ein Thema – für viele Vereine, für viele Manager und für viele Agenten. Das muss man entsprechend sortieren. Da machen wir unsere Arbeit. Aber da gebe ich nicht jeden Tag in der Öffentlichkeit irgendwelche Wasserstandsmeldungen ab.“

Werder muss sich mit einem Arnautovic-Wechsel beschäftigen – zwangsläufig. Die fetten Jahre sind vorbei, in denen es sich Werder leisten konnte, Topverdiener wie Arnautovic auf die Bank zu setzen. Und zu mehr reicht es bei dem Stürmer aktuell nicht. Der 24-Jährige bekommt nicht einmal eine Einsatzgarantie für den Fall, dass der stark erkältete Eljero Elia morgen im DFB-Pokal in Saarbrücken ausfällt.

Als „Kandidat“ zählte Coach Robin Dutt auch Niklas Füllkrug auf und brachte sogar Özkan Yildirim ins Spiel, der erst seit zwei Wochen wieder fit ist. Wie es um Arnautovic bestellt ist, machte Eichin deutlich: „Für uns ist es erst einmal wichtig, dass Marko zu 100 Prozent auf den Zustand kommt, wie wir ihn gerne sehen würden. Da ist er auf einem guten Weg, alles Weitere wird man sehen.“

Werders zweites Problem: Am Ende der Saison ist Arnautovic ablösefrei. Also lässt sich der Angreifer, der vor drei Jahren für eine Ablöse von 6,5 Millionen von Twente Enschede gekommen war, nur noch in dieser Transferperiode (bis 2. September) versilbern.

Aber das ist nicht so einfach, wie das Beispiel West Ham zeigt. Arnautovic würde zwar gerne wechseln, heißt es in seinem Umfeld, aber nur zu einem Topclub der Kategorie Manchester United. West Ham hat er aus diesem Grund abgesagt. Finanziell soll die Offerte durchaus interessant gewesen sein – auch für Werder. Ähnliches dürfte für die vermeintlichen Interessenten aus Spanien gelten. Die heißen eben nicht Real Madrid oder FC Barcelona, sondern nur FC Valencia oder Real Sociedad San Sebastian. Aber von schönem Wetter allein lässt sich Arnautovic ja nicht beeindrucken. kni

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