Österreicher wirkt konzentrierter / Allofs: „So weitermachen“

Arnautovic – nur die Tore fehlen noch

So soll’s wieder sein: Marko Arnautovic bejubelt eines seiner beiden Tore im Hinspiel gegen Köln.

Bremen - Von Malte Rehnert und Arne Flügge · Stürmer werden an Toren gemessen – und Marko Arnautovic (21) hat in der Bundesliga seit einer gefühlten Ewigkeit keines mehr für Werder Bremen geschossen.

Marko Arnautovic hadert: Dieses Bild gab's in den vergangenen Monaten häufiger. 

Zuletzt am 28. August 2010 im Heimspiel gegen den 1. FC Köln, seither sind 827 Minuten Einsatzzeit vergangen. „So lange nicht zu treffen nervt schon ein bisschen“, gesteht der Österreicher vor dem Rückspiel in Köln am Sonnabend (18.30 Uhr): „Aber ich kämpfe dagegen an“. Und zwar mittlerweile konzentrierter als in der Hinrunde. In seinen ersten Monaten in Bremen ließ sich Arnautovic oft ablenken, produzierte mit unbedachten Äußerungen negative Schlagzeilen, pflegte seinen Ruf als schwieriger Charakter. Dass er jetzt lieber mal schweigt, scheint bei den Kollegen und der Vereinsführung gut anzukommen. Ebenso, dass er inzwischen verstärkt von „wir“ statt von „ich“ spricht: „Natürlich muss ich schauen, dass ich mal wieder Tore mache. Aber eine Vorlage wäre auch gut. Am wichtigsten ist ohnehin, dass wir als Team gewinnen und schnell da unten rauskommen.“ Solche Worte hört Klaus Allofs gern. Der Bremer „Boss“ hat im Trainingslager in Belek eine Entwicklung „in die richtige Richtung“ beobachtet: „Wenn sich Marko im Training nicht richtig einbringt und andere Dinge macht, die wir nicht gerne sehen, haben wir keine Geduld. Doch ich habe inzwischen in dieser Hinsicht ein sehr positives Gefühl bei ihm. Er hat viele Sachen, die wir von ihm erwarten, verstanden und setzt sie schon viel besser um. Wir sind froh, dass es Schritt für Schritt vorangeht.“

Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Das gilt auch für das Zusammenspiel mit seinem Sturmpartner. Gegen Hoffenheim (2:1) bot Trainer Thomas Schaaf vergangenes Wochenende mal wieder zwei echte Spitzen auf. Anfangs hakte es noch ziemlich, doch dann bereitete Arnautovic das Führungstor seines Nebenmanns Claudio Pizarro vor. „Es war gut, hoffentlich geht’s so weiter“, sagt Ar-nautovic. Das hofft natürlich auch Pizarro: Der Peruaner hatte sich in Belek kritisch über seinen Angriffskollegen geäußert. „Er soll guten Fußball spielen und alles andere weglassen. Wir haben das mit ihm besprochen – und er hat es verstanden“, hatte Pizarro gesagt. Zwei Wochen später fühlt er sich bestätigt: „Marko macht einen ganz guten Eindruck. Das ist o.k..“

Was noch fehlt, sind die Tore. Doch der erfahrene Pizarro glaubt nicht, dem jungen Arnautovic irgendwelche Tipps geben zu müssen. Stattdessen prophezeit er: „Marko wird bald wieder treffen.“ Auch Allofs ist fest davon überzeugt, dass zu den drei Saisontoren (zwei gegen Köln, eins in der Champions League in Enschede) demnächst weitere hinzukommen: „Marko ist schussstark, kann allein auf den Torwart zulaufen und dann auch vollstrecken. Er hat all’ diese Fähigkeiten.“ Allofs warb allerdings auch um ein bisschen Geduld: „Wir fordern vieles von ihm, doch wir können nicht alles über Nacht erwarten. Er hat gegen Hoffenheim ein gutes Spiel gemacht, viel für die Mannschaft gearbeitet. Und wenn er so weitermacht, wird er auch die Tore schießen – da bin ich mir sicher.“

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