Nach 72 Bundesligaspielen für Bremen

Arnautovic schon im Trikot von Stoke City

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Arnautovic schon im Trikot von Stoke City

Werder-Bremen - Immerhin noch 2,3 Millionen Euro erlöst Werder Bremen kurz vor dem Ende der Transferfrist für den ungeliebten Marko Arnautovic. Der Österreicher wechselt in die Premier League zu Stoke City. Werders Transferbestätigung Werders fällt kühl und knapp aus.

Auf den letzten Drücker hat Werder Bremen den Profikader deutlich verkleinert und ist zudem sein Enfant terrible Marko Arnautovic doch noch los geworden. Der österreichische Angreifer, der in den vergangenen Monaten fast nur noch mit seinen Eskapaden neben dem Platz für Aufsehen sorgte, wechselt vom Fußball-Bundesligisten zu Stoke City in die Premier League.

Zudem schlossen sich die Reservespieler Johannes Wurtz und Florian Hartherz dem Zweitligisten SC Paderborn an. In Agreifer Joseph Akpala könnte noch ein weiterer Spieler in den kommenden Tagen ins Ausland wechseln. „Mit der Entscheidung sind alle zufrieden“, sagte Werders Geschäftsführer Thomas Eichin am Montag zum Ende der Transferfrist.

Laut Medienberichten soll die Ablösesumme für Arnautovic, der in Stoke einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat, bei 2,3 Millionen Euro liegen. Die Engländer werden vom früheren Bayern-Profi Mark Hughes trainiert. „Wir wünschen Marko für seine Zukunft alles Gute und viel Erfolg“, teilte Werders Eichin am Montagmorgen kurz und knapp nach den Verhandlungen in der Nacht mit.

Die nur wenige Zeilen lange Erklärung der Hanseaten ließ schon erahnen, wie froh Werder ist, den Problemprofi los zu sein und noch eine Millionen-Ablöse zu erzielen. Bei seiner Verpflichtung vor drei Jahren hatte der Nationalspieler der Alpenrepublik 6,5 Millionen Euro gekostet. Im kommenden Sommer wäre der zuletzt nur noch als Ersatzspieler geführte Angreifer ablösefrei gewesen. Am Mittag wurde Eichin dann deutlicher. „Marko hat in drei Jahren bei Werder nicht das gezeigt, was alle von ihm erwartet haben und was er wohl auch selbst von sich erwartet hat“, sagte der Ex-Profi.

Arnautovic spielte seit 2010 in 72 Bundesligaspielen für die Bremer und schoss dabei 14 Tore. Vor allem in der vergangenen Saison, als Werder lange gegen den Abstieg spielte, fiel Arnautovic in Ungnade. Zum einen wegen zumeist schwacher Leistungen. Zum anderen vor allem wegen einer nächtlichen Spritztour in die Niederlande kurz vor einem wichtigen Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Zusammen mit seinem bisherigen Teamkameraden Eljero Elia wurde Arnautovic auf der Autobahn angehalten. Dabei kam es zu einem Wortgefecht mit den Beamten. Noch unter dem damaligen Werder-Coach Thomas Schaaf wurden Arnautovic und Elia suspendiert.

Schaaf-Nachfolger Robin Dutt hob die Suspendierung der beiden Profis zum Saisonbeginn zwar wieder auf. Allerdings spielte zumindest Arnautovic für die Stammelf keine große Rolle mehr.

Dies galt zuletzt auch für Hartherz und Wurtz. Linksverteidiger Hartherz wurde ganz nach Paderborn transferiert, Offensivspieler Wurtz indes nur ausgeliehen. „Johannes ist ein interessanter Spieler mit guter Perspektive. Allerdings benötigt er noch ein bisschen Zeit. Wir sind überzeugt, dass er sich in Paderborn weiterentwickeln wird“, erklärte Eichin. dpa

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