Doppelpack gegen Köln / „Über Kritik nachgedacht“ / Allofs positiv überrascht

Arnautovic schießt sich in in die Herzen der Fans

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Bremen - Von Arne Flügge · Thomas Schaaf hatte es schon vor Wochen prophezeit: „Wir werden es hinkriegen, dass alle ihn lieben“, hatte der Trainer von Werder Bremen über Marko Arnautovic gesagt. Und mit seinen beiden Toren und einer Torvorlage beim 4:2 (2:1) gegen den 1. FC Köln hat der 21-jährige Neuzugang nun den ersten großen Schritt in die Herzen der Fans getan.

„Ich bin glücklich, einen besseren Einstand hätte ich mir vor den eigenen Fans nicht vorstellen können“, sagte Arnautovic, dem seit der Vorbereitung in Bremen das Image des Bad Boys anhaftet. Mit einigen Disziplinlosigkeiten hatte sich der Neuzugang den Zorn von Trainer Thomas Schaaf zugezogen – doch er scheint schnell gelernt zu haben. „Ich hatte ein intensives Gespräch mit dem Trainer“, berichtete Arnautovic, „er hat mir gesagt, was ich machen soll und was nicht. Ich habe darüber nachgedacht und ein paar Dinge verändert.“

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Auch die öffentliche Kritik, die auf ihn eingeprasselt war, sei nicht leicht zu verdauen gewesen, wie Arnautovic einräumte. „Die Mannschaft und meine Familie haben mir dabei geholfen“, meinte der Österreicher. Er räumte aber auch ein: „Ich bin jung und habe manchmal meine Aussetzer. Aber sonst ist alles okay. Wer mich wirklich kennt, der weiß, dass ich ein netter Mensch bin. Ich habe nichts mit Arroganz zu tun.“

Freilich genoss Arnautovic die Aufmerksamkeit, die er sich durch seine starke Leistung auch verdient hatte. Einen kleinen Seitenhieb in Richtung seiner Kritiker („Ich habe die Antwort auf dem Platz gegeben“) konnte sich der 21-Jährige dann auch nicht verkneifen. Und er kündigte an: „Ich kann’s noch besser. Ich bin noch lange nicht in Topform.“

Die Arnautovic-Gala gegen Köln

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In erster Linie aber galt sein Dank dem Trainer, der ihn offenbar zum richtigen Zeitpunkt zurechtgestutzt hatte. „Er hat mir das Vertrauen geschenkt, und ich möchte ihm das nun zurückgeben.“

Schaaf war froh, dass seine Worte bei Arnautovic Gehör gefunden hatten und lobte seinen Stürmer für „ein sehr gutes Spiel. Für uns standen seine Fähigkeiten nie in Frage. Es war doch klar, dass wir einem jungen Menschen die Zeit geben mussten, sich zurechtzufinden.“ An seinem Image sei Arnautovic allerdings „nicht ganz schuldlos gewesen“, wie der Werder-Coach weiß, „jetzt hat er aber begriffen, was wir von ihm wollen.“

Noch am Mittwoch nach dem Champions-League-Spiel in Genua hatte Werder-Boss Klaus Allofs vermutet, dass die Entwicklung von Arnautovic noch länger andauern könnte. Daher zeigte sich der Sportchef am Samstag „positiv überrascht. Bisher mussten wir immer erzählen, was er kann und hoffen, dass die Leute uns glauben. Jetzt haben sie es selbst gesehen.“

Dass Arnautovic nun abheben könnte, glaubt Allofs nicht. „Das werden wir zu verhindern wissen“, kündigte der Sportdirektor an: „Ich bin sicher, er weiß, dass er so eine Leistung jetzt erstmal bestätigen muss.“

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