Werder-Stürmer reumütig / „Ich war kein Engel und muss einiges ändern“

Arnautovic – kein „Zirkus“ mehr, dafür eine Tor-Garantie

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Marko Arnautovic

Bremen - Marko Arnautovic (22) kann doch ganz sympathisch sein – und aufgeschlossen. Der sonst häufig arrogant und kurz angebunden wirkende Stürmer von Werder Bremen zeigte sich gestern von einer ungewohnten Seite und sprach offen über . . .

Die Eskapaden

Mehrere verbale Entgleisungen, auch gegenüber Sportchef Klaus Allofs, zuletzt der Disco-Besuch zwei Tage vor dem extrem wichtigen Heimspiel gegen Dortmund – „das Fass ist voll“, sagte selbst sein Berater Efe Firat Aktas. „Da habe ich so einen Scheiß gebaut“, gesteht Arnautovic und ergänzt mit Blick auf seine Fehltritte: „Es gab ein paar Vorfälle – und an denen bin ich Schuld. Ich war nicht der Engel hier und weiß, dass ich ein paar Sachen ändern muss. Das muss mir aber nicht immer gesagt werden, das weiß ich selbst. Ich habe ganz offen mit meinem Berater und meiner Familie geredet, das Hauptgespräch war mit Trainer Thomas Schaaf und Sportchef Klaus Allofs. Und es war ein gutes Gespräch. Ich habe einen auf den Deckel bekommen, aber gemerkt, dass sie hinter mir stehen – auch in einer so schwierigen Zeit. Das ist mir wichtig, es macht mich stolz, dass mein Verein sich so verhält. Jetzt konzentriere ich mich voll auf Fußball, auf meine Leistung auf dem Feld – so, wie es sich gehört. Ich will meinen Job auf dem Platz erledigen und keinen Zirkus außerhalb davon mehr machen.“

Die Nichtnominierung

Nach dem EM-Qualifikationsspiel in der Türkei (0:2) am 29. März hatte sich der Bremer Stürmer in der Kabine benommen wie eine Axt im Walde, war mit Teamkollege Stefan Maierhofer aneinandergeraten. Ein Handgemenge konnte gerade noch verhindert werden. Nun bekam er – wohl auch wegen der zuvor desaströsen Leistung gegen Belgien (0:2) – die Quittung von Nationaltrainer Dietmar Constantini und ist „natürlich ein bisschen enttäuscht. Aber es ist die Entscheidung des Trainers. Er hat mich nicht einberufen, wohl wegen des Vorfalls. Gegen Deutschland zu spielen, ist etwas Besonderes, da wäre ich gerne dabei gewesen.“ Dass er es nicht ist, habe ihm Constantini vorab mitgeteilt: „Ich wusste es, wir haben telefoniert“, sagt Arnautovic und fügt an: „Außerdem habe ich bei Werder einige Zeit nicht gespielt, da kann ich mich jetzt nicht beklagen.“ Der 22-Jährige wird aber als Gast im Stadion sein: „Ich will zusehen, werde auch ins Hotel und in die Kabine gehen.“

Die Vergangenheit

„Drei Tore in der Bundesliga – das ist eindeutig zu wenig. Bei dem, was ich eigentlich kann, ist das eine schlechte Leistung. Das weiß ich, das weiß jeder. Von mir ist viel mehr erwartet worden. Ich hatte viele Chancen, habe aber leider viele nicht genutzt.“ die Gegenwart Seine vier Tore beim Testspiel in Salzgitter (8:0) am Mittwoch haben Arnautovic „natürlich gut getan. Es war zwar nur ein Freundschaftsspiel gegen eine Amateurmannschaft, aber eine gute Möglichkeit, sich einzuschießen. Ich hoffe, in der Bundesliga wird es auch so gut gehen.“

Die Zukunft

Gut gelaunt: Marko Arnautovic

"Wir haben jetzt noch gut eine Woche Training, dann gehe ich in den Urlaub“, meint Arnautovic. Ob er künftig wieder zum Kader der österreichischen Nationalmannschaft gehört, vermag er nicht zu sagen: „Keine Ahnung, darüber haben wir noch nicht gesprochen.“ Seine Zukunft in Bremen hingegen sieht der Stürmer klarer – und rosiger: „Ich kann garantieren, dass ich nächste Saison mehr Tore schießen werde. Ich will zeigen, dass Werder mich nicht umsonst gekauft hat. Ich will den Verein beglücken – mit Toren und Vorlagen. Mit allem, was dazugehört.“ · mr/flü

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