Werder-Stürmer schimpft über die eigene Leistung im Länderspiel / Affolter patzt bei Messis Drei-Tore-Gala

Arnautovic: „Ich hatte einen totalen Blackout“

Sauer auf sich selbst: Marko Arnautovic. ·

Bremen - So richtige Freude mochte nach den Länderspiel-Ausflügen nicht aufkommen – weder bei Francois Affolter noch bei Marko Arnautovic. Der eine (Affolter) durfte am Mittwochabend gegen den dreimaligen Weltfußballer Lionel Messi antreten, verlor aber mit der Schweiz gegen Argentinien mit 1:3.

Francois Affolter (links) durfte gegen Weltfußballer Lionel Messi ran – und zahlte ordentlich Lehrgeld. ·

Messi machte alle Tore – und bei zwei davon sah Werders neuer Innenverteidiger ziemlich alt aus. Arnautovic gewann zwar mit Österreich gegen Finnland und den Ex-Bremer Petri Pasanen (3:1), wurde aber bei seiner Auswechslung von Teilen der 10 200 Zuschauer in Klagenfurt ausgepfiffen. „Ich denke, dass die Leute da draußen keinen Respekt haben. Ich habe schon so viel für Österreich geleistet und weiß nicht, womit ich das verdient habe“, schimpfte Arnautovic nach dem Spiel. Gestern hatte er sich dann wieder beruhigt und meinte: „Ich muss das wegstecken und mich damit abfinden.“ Die Pfiffe hatte Arnautovic für einen sehr schwachen Auftritt geerntet. Und der 22-Jährige gab sich auch erst gar keine Mühe, irgendetwas schönzureden: „Ich hatte einen totalen Blackout. So einen Tag erwischst du vielleicht ein Mal im Jahr – und bei mir war das leider dieser Tag. Ich bin total unzufrieden, obwohl wir gewonnen haben.“

Sein neuer Schweizer Teamkollege drosch verbal nicht so sehr auf sich ein. „Es war ein guter Abend, ich war zufrieden mit meiner Leistung“, meinte Affolter, aber dann kam der entscheidende Zusatz: „bis zur 85. Minute . . .“ Erst legte der 20-Jährige dem argentinischen Superstar Messi unfreiwillig das Tor zum 2:1 vor (88.). Und in der Nachspielzeit foulte er auch noch Gonzalo Higuain. Mit dem verwandelten Elfmeter gelang Messi der Endstand. „Das waren Fehler, die auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen sind. Ich bin eben noch jung und in einem Lernprozess“, meinte Affolter, versicherte aber: „Das bringt mich weiter.“

Das Duell mit Messi, bei dem er anschließend übrigens nicht auf Trikot-Jagd ging, war „natürlich etwas Außergewöhnliches“ für den Werder-Verteidiger: „Messi bewegt sich nicht so viel. Aber wenn er dann den Ball hat, geht es ab. Er hat immer einen Vorsprung – und er ist sehr schlau. Ich habe ja schon vorher gewusst, dass er der Beste ist.“ Nun hat es Affolter am eigenen Leib erfahren.

Von Weltstar Messi nun schnell umzuschalten auf Hertha BSC und deren Angreifer Pierre-Michel Lasogga oder Adrian Ramos wird dem 20-Jährigen nicht schwer fallen, behauptet er: „Ich bin neu in der Bundesliga. Da ist jeder Gegner etwas Besonderes, weil ich ihn nicht kenne.“ · mr

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