„Ich bin stolz, hier zu spielen“

Arnautovic dankt Werder – und will noch besser werden

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Marko Arnautovic hat sich auf den Notizzettel anderer Clubs gespielt. Werder sei dennoch sein erster Ansprechpartner, wenn es um Vertragsgespräche geht, sagt er. Dass die noch nicht begonnen haben, stört ihn nicht: „Das hat Zeit.“ ·

Belek - Gestern Abend im Testspiel gegen Trabzonspor war Marko Arnautovic nur Zuschauer – ausnahmsweise. Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte den Österreicher nicht in seinen 18er-Kader berufen.

Gründe: Der 23-Jährige muss zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund eine Gelbsperre abbrummen, und das Team sollte sich schon mal ohne ihn ein bisschen einspielen. Doch Arnautovic, in der Hinrunde absoluter Stammspieler und Leistungsträger, nahm’s locker: „Der Trainer will etwas ausprobieren, das ist doch normal.“

Dass er gegen den BVB fehlt, sei „natürlich kein gutes Gefühl“, sagt Arnautovic: „Aber es ist nur ein Spiel und deshalb nicht so schlimm. Ich versuche, mich weiter zu beweisen, damit sich der Trainer danach wieder für mich entscheidet. Ich denke, meine Hinrunde war nicht so schlecht. Und jetzt bin ich wieder gut drauf, fühle mich gut.“

In seinen ersten beiden Spielzeiten in Bremen war er weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ähnlich wie jetzt gerade sein Kumpel Eljero Elia. Der Niederländer, der gemeinsam mit Arnautovic die Bremer Flügelzange bildet, ist noch ohne Bundesliga-Tor für Werder – und Arnautovic fühlt mit: „Ich weiß doch aus meinen ersten zwei Jahren hier, wie das mit dem Toreschießen sein kann: Wenn du es immer wieder probierst, es aber nie klappt. Dann könntest du ausrasten. Diese Verzweiflung habe ich auch gehabt.“ Inzwischen könne er aber besser damit umgehen, lasse den Kopf bei misslungenen Aktionen oder schwachen Auftritten nicht mehr so schnell hängen. „Auch wenn es mal nicht läuft, bleibe ich konzentriert“, sagt Arnautovic.

Testspiel: Werder Bremen gegen Trabzonspor

Testspiel: Werder Bremen gegen Trabzonspor

Eine positive Entwicklung, die er Werder und allen voran Trainer Thomas Schaaf zu verdanken habe. „Hier helfen sie dir, geben dir sehr viel Zeit und sprechen jeden Tag mit dir. Chapeau!“, lobt Arnautovic und fügt an: „Sie versuchen, einen kompletten Spieler aus dir zu machen. Der Trainer hat mit mir schon viel erlebt und immer hinter mir gestanden – das kann ich nur mit Leistung zurückzahlen. Mehr als Fußballspielen kann ich nicht machen.“

Im bisherigen Saisonverlauf hat er das ziemlich gut gemacht. In seinem dritten Jahr bei Werder zeigt das einstige Sorgenkind endlich das, was Werder von ihm erwartet. Arnautovic hat fünf Tore geschossen, fünf vorbereitet – so effektiv war er noch nie. Wenig verwunderlich, dass inzwischen andere Clubs aufmerksam geworden sind. Der VfL Wolfsburg mit Manager Klaus Allofs ist einer davon. Zuletzt hieß es zudem, der italienische Spitzenclub AC Mailand sei an dem Österreicher interessiert. „Ich habe aber nichts Konkretes gehört“, versichert Arnautovic, der sich mit Spekulationen ohnehin nicht beschäftigen mag: „Mein Kopf ist bei Werder. Ich will erfolgreich sein und die Saison gut abschließen, in der Rückrunde möglichst noch mehr Tore schießen oder Vorlagen geben.“

Über eine Verlängerung seines bis 2014 laufenden Vertrags in Bremen sei bislang nicht gesprochen worden. Kein Problem, meint Arnautovic: „Das hat Zeit.“ Werder wird in den kommenden Wochen oder auch erst Monaten aber sicher auf ihn zukommen – und hat offensichtlich gute Karten, den dynamischen Österreicher langfristig zu binden. Er fühlt sich „sehr wohl“ in Bremen und sagt: „Ich bin stolz, für diesen Club zu spielen.“ Er könne sich deshalb durchaus vorstellen, noch mehrere Jahre zu bleiben: „Wieso denn nicht?“ · mr

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