Wenn er doch getroffen hätte . . . / „Wir wurden bitter bestraft“

Armer Arnautovic

Er konnte es nicht fassen: Marko Arnautovic vergab gegen die Bayern gleich mehrere Riesenchancen.

MÜNCHEN (flü) · Marko Arnautovic gab ein fast schon bemitleidenswertes Bild ab. Mit tief gesenktem Kopf schlich der Offensivmann von Werder Bremen in den Mannschaftsbus.

Er wollte nichts sehen, nichts sagen und nichts hören; außer der Musik vielleicht, von der sich der 21-Jährige über einen dicken Kopfhörer berieseln ließ, allein mit sich und seiner Gedankenwelt.

Arnautovic hätte am Dienstagabend in München zum Bremer Pokalhelden werden können, wenn nicht gar müssen. Doch am Ende wurde der Österreicher zur tragischen Figur. Zweimal war er beim Stande von 1:1 allein auf Bayern-Keeper Jörg Butt zu gelaufen, beide Male versagte Arnautovic vor dem Tor. Pech kam zu allem Überfluss auch noch hinzu, als er einen Freistoß an die Latte hämmerte.

Und während Arnautovic so in Richtung Bus schlenderte, sprangen ihm die Kollegen verbal zur Seite. „Es gibt hier keine Einzelkritik“, sagte Abwehrspieler Per Mertesacker, „wir müssen als Mannschaft da durch. Am Samstag haben wir gegen Nürnberg ein wichtiges Spiel, und da brauchen wir den Marko wieder.“ Schließlich hatte der Bremer Neuzugang zuvor ein ordentliches Spiel gemacht, das 1:0 durch Claudio Pizarro (2.) vorbereitet und auch viel nach hinten gearbeitet. Daher nahm auch Torsten Frings Arnautovic in Schutz. „Wir gewinnen und wir verlieren gemeinsam“, sagte der Werder-Kapitän, merkte aber auch an: „Uns hat einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt.“ Und das, so Mertesacker, dürfe gegen eine Mannschaft wie die Bayern nicht passieren: „Wir hätten bei diesen glasklaren Möglichkeiten deutlich in Führung gehen müssen.“

Doch die Kritik war nicht nur an die Adresse von Arnautovic gerichtet. Schon in Halbzeit eins „versemmelte“ Sebastian Prödl eine dicke Kopfballchance, nach der Pause brachten auch Wesley und Claudio Pizarro den Ball nicht im Tor unter.

Unterm Strich hatte sich Werder in München somit selbst geschlagen, unabhängig von dem nicht gegebenen Tor von Sebastian Prödl beim Stande von 1:1. „Wir hatten mindestens fünf klare Chancen. Wenn man die nicht nutzt, dann wird es schwer. Wir sind dafür heute bitter bestraft worden“, klagte Bremens Trainer Thomas Schaaf. Und Sportchef Klaus Allofs stimmte mit ein: „Es ist eine Niederlage, die sehr weh tut.“

Dem konnte Innenverteidiger Sebastian Prödl nur zustimmen: „Wir hatten es selbst in der Hand, aber wir müssen mit den Chancen besser umgehen, Tore machen und gewinnen.“

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